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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 01:10 Uhr

Gesundheitscampus kann kommen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ausschuss entscheidet sich für das Konzept eines Therapiezentrums von A-K-tiv-Chef Hüstreich mit Wohnen und Ausbildung in Eutin

shz.de von
erstellt am 08.Jul.2017 | 00:20 Uhr

„Ich bin überwältigt. Die Politik hat sich einstimmig für das Projekt und Konzept ausgesprochen“, sagte Initiator und A-K-tiv-Chef Thomas Hüstreich, als er am Donnerstagabend aus dem Sitzungssaal des Stadtentwicklungsausschusses kam.

Gut ein Jahr nachdem er mit seinem Konzept in eben diesem Ausschuss mehrheitlich abgeblitzt war (wir berichteten), bekommt er durch den aktuellen Beschluss die Zustimmung, einen Gesundheitscampus am Standort seines Fitness-Centers in der Ohmstraße in Eutin weiterzuentwickeln. „Ich habe an das Projekt geglaubt, von vielen Menschen auch nach der Absage den Zuspruch bekommen, ‚bitte lass es nicht fallen, mach weiter‘“, sagte Hüstreich und nun sei er „einfach nur glücklich“ über die neue Entscheidung der Stadtvertreter. Und auch die anwesenden Ausschussmitglieder klingen sehr zufrieden. „Das ist eine saugeile Idee, die Eutin gut gebrauchen kann“, sagte Gabriele Appel (SPD), die am Donnerstagabend den Ausschussvorsitzenden Heiko Godow (CDU) vertrat. Die Stadt dürfe sich „ein so innovatives Projekt“ als Mittelzentrum nicht entgehen lassen, wenngleich sie einräumte, dass ein Standort in der Stadt idealer wäre als im derzeitigen Gewerbegebiet. Michael Kasch (CDU) klang ähnlich: „Es wird allerhöchste Zeit, dass sich in Eutin so etwas entwickelt. Es bringt Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und junge Leute in die Stadt.“

Neben der Machbarkeit der Finanzierung, die Stadtvertreter vor gut einem Jahr anzweifelten, war das weitaus größere Problem, dass Hüstreich auf dem Gesundheitscampus neben dem schulischen und therapeutischem Teil auch barrierefreies und generationsübergreifendes Wohnen realisieren möchte. Die Sorge, dass Wohnen im bisherigen Gewerbegebiet die Entwicklung von Betrieben dort gefährde, soll ein Lärmschutzgutachten ausräumen, das Hüstreich bis Ende des Jahres für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan einreichen soll.

Bis Jahresende soll er nun zwei Finanzierungsmodelle vorstellen – eines mit Eigentum, eines mit Miete, so Hüstreich. „Wenn Eigentum nicht möglich ist, habe ich Investoren im Boot, denen ich nun auch mitteilen kann, dass es weitergeht“, so der Unternehmer. Eigentum sei in der Tat nicht gewünscht gewesen, sagte auch Susanne Stange vom zuständigen Fachdienst der Eutiner Bauverwaltung. Aus dem bisherigen Gewerbegebiet soll aller Voraussicht nach ein Mischgebiet mit besonderem Nutzungszweck werden. Neben dem therapeutisch-medizinischem Bereich, der mit einem länglichen Bau an das bestehende A-K-tiv angeschlossen werden soll, sind vier Wohnblöcke für privates, generationsübergreifendes Wohnen sowie ein Gebäude für die Gesundheitsversorgung geplant. Derzeit arbeiten im Fitness-Zentrum 26 Mitarbeiter. Mit dem Gesundheitscampus plant Hüstreich mit rund 50 zusätzlichen Arbeitsplätzen. „Auch aus Sicht des derzeitigen Fachkräftemangels insbesondere im therapeutischen Bereich ist das Klasse“, so Hüstreich.

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