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Gespräch in Berlin über Probleme bei der festen Fehmarnbelt-Querung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 17.Mär.2015 | 17:51 Uhr

Die Fehmarnbelt-Querung und die Schienenhinterlandanbindung genießen „höchste Priorität“, die Bundesregierung stehe weiterhin hinter dem Projekt. Das betonte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gestern bei einem Zusammentreffen mit kommunalen Vertretern aus Ostholstein.

Das Gespräch zu aktuellen Entwicklungen bei dem Verkehrsvorhaben hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens arrangiert. Die Bürgermeister betroffener Städte und Gemeinden sowie Kreispräsident Ulrich Rüder und der stellvertretende Landrat Timo Gaarz nutzen die Gelegenheit, ihre Anliegen ausführlich mit dem zuständigen Staatssekretär Enak Ferlemann und der Bahn-Beauftragten Manuela Herbort zu erörtern. Ihnen wurde eine sorgfältige Prüfung zugesagt.

Im Blickpunkt standen die Themen Güterverkehr und Kostensteigerungen. Alle Teilnehmer seien sich einig, so Gädechens, dass die Badeorte der Lübecker Bucht in der Zeit zwischen der Fertigstellung der Hinterlandanbindung und der Eröffnung der festen Fehmarnbelt-Querung nicht durch Lärm von Güterzügen belastet werden dürfen. „Trotz Prüfauftrag auf Wunsch der Dänen wollen sowohl die Bahn als auch der Bund bewirken, dass möglichst keine Güterzüge auf der Bestandstrasse fahren“, sagte der CDU-Abgeordnete. Er verwies darauf, dass die Regierungen in Berlin und Kopenhagen eine terminliche Synchronisierung von Tunnelbau und Bau der Schienentrasse anstrebten.

Dass die Kosten auf deutscher Seite jetzt auf 2 Milliarden Euro geschätzt werden, sei keine Überraschung, betonte Gädechens. Denn: „Anders als beim Berliner Flughafen oder der Elbphilharmonie ist die Erhöhung nicht durch schlechte Planung entstanden, sondern durch einen klaren politischen Willen. Jedem musste klar sein, dass bei der Verlegung der bestehenden Bestandstrasse und dem nun geplanten Neubau von 55 km der 75 km langen Schienenhinterlandanbindung deutlich höhere Kosten entstehen.“


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