Gerechtes Unentschieden

Mit einer geschickten Körpertäuschung lässt Rouven Hartmann-Voß seinen Gegenspieler Sven Wienand ins Leere rutschen. Fotos: Harald Klipp
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Mit einer geschickten Körpertäuschung lässt Rouven Hartmann-Voß seinen Gegenspieler Sven Wienand ins Leere rutschen. Fotos: Harald Klipp

Fußball-Verbandsliga Ost: TSV Plön lässt sich in der zweiten Halbzeit vom Dobersdorfer SV überraschen

shz.de von
31. August 2018, 23:05 Uhr

45 Minuten lang sah das Heimspiel von Spitzenreiter TSV Plön in der Fußball-Verbandsliga Ost gegen den Dobersdorfer SV nach einer einseitigen Angelegenheit aus. Doch in der zweiten Halbzeit änderte der zuvor sehr tief verteidigende Gast seine Marschroute, legte den Vorwärtsgang ein und brachte die Plöner vor 109 Zuschauern im Schiffsthalstadion in arge Verlegenheit. Nach der hochverdienten 1:0-Pausenführung der Gastgeber durch ein Freistoßtor von Timo Falk kamen die Dobersdorfer mutig aus der Kabine, wendeten das Blatt durch Tore von Patrick Mierse (61.) und Jakob Drews (66.), ehe der eingewechselte Christoph Will mit dem 2:2 nach Vorarbeit von Oliver Axt den Plönern wenigstens einen Punkt einbrachte.

„Nicht die Geduld verlieren!“, mahnte Kapitän Mats Böckmann die Gastgeber, die den Gegner im ersten Durchgang klar beherrschten. Aber Chancen waren Mangelware. Das lag vor allem daran, dass die Gäste dem TSV das Mittelfeld nahezu vollständig überließen. Die beste Möglichkeit der Plöner war ein Schuss von Sven Henningsen, der aber mit einem Flugkopfball von Sven Wienand kurz vor der Torlinie aus der Gefahrenzone befördert wurde (15.). Das 1:0 fiel ebenso verdient wie überraschend, denn der 35-Meter-Freistoß von Timo Falk setzte am Elfmeterpunkt auf – und landete im oberen linken Eck des Dobersdorfer Tores (38.).

Der TSV Plön verlor nach der Pause vollkommen den Faden. Auf einmal waren die Dobersdorfer konsequenter in ihren Aktionen, befreiten sich und machten Druck. Eine Viertelstunde lang konnte der TSV Plön die Gäste von seinem Tor fernhalten, doch dann gelang Mierse der Anschlusstreffer. Jetzt war der TSV Plön völlig verunsichert, die Dobersdorfer gingen durch eine Direktabnahme von Jakob Drews sogar in Führung. Der Plöner Kampfgeist wurde letztlich doch noch belohnt, als Oliver Axt den Ball im gegnerischen Strafraum erkämpfte, mit Übersicht zu Christoph Will passte, der den Ball zum 2:2 im Dobersdorfer Netz versenkte.

Unter dem Strich war das ein gerechtes Unentschieden, das sich die Plöner vor und
die Dobersdorfer nach der Halbzeitpause verdienten.

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