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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 08:39 Uhr

„Generationsrutsch“ in Nüchel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Stefan Schmütz löst Christian Kiel als Ortswehrführer ab, Thorsten Rosplesch wird für Heiko Holst neuer Stellvertreter des Chefs

Stefan Schmütz ist neuer Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Nüchel. In der Jahresversammlung in Högsdorf votierten Sonnabend 21 der 22 anwesenden Aktiven (von 27) für den 37-jährigen Metallbauer. Er erhielt eine Gegenstimme. Schmütz gehört der Wehr seit 20 Jahren an und löst Christian Kiel ab, der 19 Jahre im Amt war. Für Stellvertreter Heiko Holst, der den Posten nach 24 Jahren abgab, wählte die Versammlung einstimmig Thorsten Rosplesch (48). Der Beamte ist seit 1982 Mitglied und arbeitete bei der Feuerwehr der Bundeswehr in Putlos.

Kiel hatte schon 2016 aufhören wollen, dann aber seiner Wiederwahl zugestimmt, um den Nachfolger einzuarbeiten. Bürgermeisterin Tanja Rönck bezeichnete die „gravierende Veränderung“ im Vorstand als „Generationsrutsch nach unglaublichen 19 und 24 Jahren“. Veränderung bedeute Aufbruch und sich auf Neues einzustellen. „Nichts ist so beständig wie der Wandel, es waren Jahre, die Sie geprägt haben. Ob gut oder schlecht, liegt in der Betrachtung des Einzelnen.“

„Euer Engagement ist unbezahlbar“, erklärte der stellvertretende Kreiswehrführer Michael Hasselmann: „Ich hoffe, dass die Veränderung so ist, dass es wieder Kontinuität gibt.“ Gemeindewehrführer Bernd Penter blickte frohen Mutes auf die Wehrführerwahl. „Führungskräfte wachsen nicht auf Bäumen, dass es gut werden wird, davon bin ich überzeugt.“

Mit über 50 Kräften sei der Ausrückbereich Benz-Nüchel hervorragend ausgestattet. Penter steht selbst bei der Jahresversammlung der Gemeindewehren am 31. März zur Wahl. „Ich bin bereit für weitere sechs Jahre. Auch wenn der eine oder andere nicht einverstanden ist mit dem, was ich tue, glaube ich doch, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“

Christian Kiel erinnerte in seinem Bericht an drei Brandeinsätze in 2016 und richtete persönliche Worte an die Versammlung: „Feuerwehrleute fallen nicht vom Himmel und Wehrführer schon mal gar nicht. Warum eigentlich wird es als selbstverständlich genommen, dass wir jederzeit ehrenamtlich zur Verfügung stehen und um Ausrüstung bitten?“ Die Feuerwehren müssten stärker darauf achten, dass ihre Interessen berücksichtigt würden.

„Eine Wehrführung muss auch Mutter sein können, eine Behausung bieten, zu essen geben“, beschrieb er die Aufgaben. „Sie leitet die Mitglieder an, mutig und artig zu sein, bietet eine Schulter zum Anlehnen, sorgt dafür, dass sie zusammenhalten, die Interessen verteidigen und menschenfreundlich sind, und sie hat Anspruch auf Unterstützung der Kameraden. Ich habe Euch kennenlernen und von Euch lernen dürfen, Ihr habt mich unterstützt und mir meine Fehler nachgesehen, ich habe viel Gutes erfahren, wir haben viel gelacht, und manches ging mir nahe“, dankte Kiel für die Kameradschaft.

Heiko Holst sagte Dank für das kameradschaftliche und friedliche Miteinander in der Nücheler Wehr. Er nannte es großartig, dass Schmütz und Rosplesch in der heutigen Zeit mit ihren Anforderungen diese Aufgabe übernehmen.

Bei weiteren Wahlen votierte die Versammlung einstimmig für Gruppenführer Marcus Path und stellvertretenden Kassenführer Malte Gutzeit. Melanie Huboi hat die Truppmannausbildung absolviert und wurde übernommen. Kiel beförderte Jana Köll zur Oberfeuerwehrfrau. Manfred Klass erhielt von Bernd Penter die Bandschnalle für 40-jährige Mitgliedschaft.

Die Jugendfeuerwehr wählte am Nachmittag Moritz Berg (Jugendgruppenführung) und Fynn-Ole Groß (Jugendgruppenleitung). Die Kasse führt Maurien Viereck. Schriftführer ist Jannik Modrow.

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erstellt am 19.Feb.2017 | 12:10 Uhr

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