zur Navigation springen

Genehmigungspflichtig: Werbeschriftzug sorgt für Aufruhr

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2015 | 13:03 Uhr

Es ist etwas, das auffällt und genau das war das Ziel: In orange, gelb und pink führte der Schriftzug „Beach Yah“, der Eutiner Modemarke für Kiter und Surfer, vom Parkplatz am Stadtgraben zum sogenannten Showroom in der Passage Am Rosengarten. Designer Thorsten Jürries: „Es waren am Wochenende viele Pfadfinder unterwegs, die der Spur gefolgt sind. Bei der Zielgruppe kam die Aktion gut an.“ Er habe den Hype der „Rolltreppen-Party“ nutzen wollen, um auf sein Geschäft in zweiter Reihe aufmerksam zu machen. Auch andere Kaufleute seien der Spur gefolgt und hätten die Idee witzig gefunden – die Stadt jedoch nicht. Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz: „Das gefällt uns gar nicht. Dazu bedarf es einer Sondernutzungsgenehmigung, und Anträge wurden nicht gestellt.“ Es werde nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht. Jürries wusste nicht, dass er dafür Anträge stellen müsse. Er werde dies aber künftig tun. „In anderen Kommunen wie Neustadt oder Pelzerhaken sprühe ich regelmäßig zu verschiedenen Events, dort wird es eher als moderne und witzige Art der Werbung gesehen. Extra-Genehmigungen brauchte ich dort nie“, sagt Jürries. Der Schriftzug aus Sprühkreide verschwinde mit dem nächsten Regen.

Er ist nicht der einzige in Eutin, der mit einem Blickfang auf dem Fußboden die Menschen auf sich aufmerksam machen will. Kann das eine neue Art der Werbung sein, die die Peterstraße von Schildern befreit? Der Bürgermeister erteilt eine Absage: „Das wäre für eine historische Altstadt nicht stilgerecht.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen