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Motocross in Malente : „Genehmigung war nicht erforderlich“

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gemeinde reagiert mit Richtigstellung auf Info-Veranstaltung zum Motocross.

Malente | Die Gemeinde Malente reagiert mit einer Richtigstellung in mehreren Punkten auf eine Informationsveranstaltung des Motor-Clubs Malente. Dort hatte der Vereinsvorsitzende Horst von Hörsten in einer Präsentation auch die rechtliche Lage des Motorsports in der Kreuzfelder Kiesgrube beleuchtet. „Es finden sich in dieser Präsentation mehrere rechtlich falsche Aussagen, die ihren Niederschlag leider auch in der Presseberichterstattung gefunden haben und die die Gemeinde Malente aus diesem Grunde nicht unwidersprochen lassen kann“, erklärte Bürgermeister Michael Koch.

So gebe es zwar eine Vereinbarung, dass der Verein auf dem Gelände aufgestellte Container Ende 2015 entfernen werde. Diese Vereinbarung habe der Verein aber nicht mit der Gemeinde, sondern mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Ostholstein getroffen. Das Gleiche gelte für die Genehmigung von Motorsport-Veranstaltungen, die seit 2007 auf Druck von Anwohnern nicht mehr erteilt worden sei. Auch hier sei nicht die Gemeinde, sondern der Kreis Ostholstein die zuständige Genehmigungsbehörde.

Außerdem existiere keine Gestattung oder andere Genehmigung der Gemeinde Malente, im Kieswerk Motorsport auszuüben. Zwar handele es sich prinzipiell um eine genehmigungspflichtige Anlage. Da die Anlage bei Inkrafttreten der 4. Bundesimmissionsschutzverordnung jedoch bereits betrieben worden sei, habe dies lediglich angezeigt werden müssen. Dies sei am 25. Februar 1987 erfolgt. „Einer Genehmigung bedurfte es nicht“, betonte Koch.

Von der Genehmigungspflicht umfasst seien aber neben Betrieb und Errichtung auch wesentliche Änderungen der Anlage. Ob nun die vom Kies- und Schotterwerk Kreuzfeld geplanten Änderungen in der Kiesgrube, die auch die Motocross-Anlage betreffen, eine solche Genehmigungspflicht auslösen, ließ Koch offen. Genehmigungsbehörde sei das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Flintbek.

Die Gemeinde Malente hat auf Betreiben des Kies- und Schotterwerks eine Änderung des bestehenden Flächennutzungsplans (F-Plan) auf den Weg gebracht. Darin enthalten ist nicht nur eine umstrittene neue Kiesabbaufläche westlich des Holmer Wegs, im F-Plan soll auch die Motocross-Anlage festgeschrieben werden. Allerdings soll zuvor der Kies abgebaut werden, der sich unterhalb der Anlage befindet.

 

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erstellt am 06.Mär.2015 | 15:10 Uhr

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