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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 18:33 Uhr

Gemeinsame Krippe

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schön-Klinik und Stadt Neustadt teilen sich Defizite aus laufenden Betriebskosten / Platz für 20 Kinder

von
erstellt am 16.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Sieben Monate dauerte die Bauzeit, jetzt ist ein in Ostholstein einmaliges Projekt in Betrieb gegangen: Eine Kinderkrippe für Kinder bis zu 3 Jahren, die auf Basis einer im August 2012 geschlossenen Kooperation zwischen der Schön-Klinik und der Stadt Neustadt vereinbart worden war.

„Als Unternehmen mit einem hohen Bedarf an Fachkräften legen wir großen Wert darauf, unseren Mitarbeitern adäquate Betreuungsangebote für ihre Kinder anzubieten und unsere Position als attraktiver und familienfreundlicher Arbeitgeber in der Region weiter auszubauen“, erklärte Klinikgeschäftsführer Manfred Volmer zur Einweihung. Und bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider ergänzte: „Für uns als Stadt ist dieses Modellprojekt einer Kooperation zwischen einer Gemeinde und einem Privatunternehmen in Sachen Kinderbetreuung interessant, um damit mehr Familien zu einem Umzug und damit Wohnsitzwechsel nach Neustadt zu bewegen.“

„Höhere Gewalt“ hatte einer Inbetriebnahme der Kinderkrippe vor Dezember einen Strich durch die Rechnung gemacht: Verschiedene Bauteile für die Wand- und Deckenkonstruktion waren bei einem durch den Generalunternehmer mit Sitz in Nordrhein-Westfalen mit der Fertigung beauftragten Unternehmen durch das europaweite Sommer-Hochwasser zerstört worden und mussten neu produziert werden. „Wir sind froh, dass wir die Krippe trotz der vielen Ersatzmaßnahmen noch in diesem Jahr den Erziehern, Eltern und Kindern zur Verfügung stellen können“, erläutert Uwe Poganiatz-Heine, Projektleiter Bau.

Die Krippe wurde auf einem Grundstück der Schön-Klinik neben dem Parkplatz P3 (zwischen der „Pelzerhakener Straße“ und der Straße „Am Kiebitzberg“) errichtet. Sie bietet auf rund 360 Quadratmetern Nutzfläche Platz für die Betreuung von 20 Kindern. Die Schön-Klinik investierte 870 000 Euro in das Gebäude, wobei sich das Land Schleswig-Holstein mit 380 000 Euro aus dem „Investitionsprogramm U3-Ausbau“ beteiligte. Die Trägerschaft und damit auch die Verantwortung für das betreuende Fachpersonal der Kinderkrippe obliegt der Stadt. Beide Partner, Stadt und Klinik, werden sich aber die Defizite aus den laufenden Betriebskosten teilen.

Mit der Betriebsaufnahme werden zunächst zehn Kinder im Alter von drei Monaten bis drei Jahren werktäglich von 5.45 bis 17 Uhr in der Krippe betreut. Im Laufe des kommenden Jahres sollen dann die insgesamt 20 vorhandenen Betreuungsplätze nach und nach belegt werden. Um den besonders bei Klinik-Mitarbeitern mit Schicht-Arbeitszeiten bestehenden Bedarf an Betreuungsangeboten auch außerhalb der sonst üblichen Arbeits- und Betreuungszeiten zu decken, können die Öffnungszeiten zukünftig bei Bedarf erweitert werden, nämlich von 5.45 bis 20.30 Uhr. Darüber hinaus soll, in zur Zeit begrenztem Umfang, auch ein Betreuungsangebot für den Zeitraum der Schulferien eingerichtet werden.

> Interessierte Neustädter Eltern und Klinikmitarbeiter können sich zwecks Aufnahme in die Warteliste für einen Krippen-Platz an die Einrichtungsleiterin Franka Haamann (Telefon 04561/16580) wenden.

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