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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 06:40 Uhr

Gemeinsam für mehr Bewegung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Landesweites Pilotprojekt von Stadt, Vereinen und Landessportverband gestartet / Ziel: Sport und Bewegung für alle, jeder kann helfen

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 11:53 Uhr

„Es geht nur gemeinsam“, ist sich Thomas Niggemann sicher, als er über die neuen Herausforderungen für Sportvereine und -verbände spricht: sinkende Mitgliederzahlen, verändertes Freizeitverhalten, Auswirkungen der Bildungspolitik. Gemeinsam mit der Stadt Eutin und der Arbeitsgemeinschaft der Eutiner Sportvereine (AGdESV) hat Niggemann, Geschäftsführer für Vereins- und Verbandsentwicklung beim Landessportverband (LSV), daher nun ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, dass wieder mehr Menschen zum Sporttreiben bewegen soll. Es trägt den Namen „Eutin – Gesund durch Bewegung“.

In einem rund 45-minütigen Vortrag warb Thomas Niggemann gestern im Vereinsheim der Eutiner Sportschützen um Unterstützung für die Idee, an deren Umsetzung alle mehr oder weniger von den Themengebieten Sport und Gesundheit betroffenen Organisationen und Institutionen mithelfen sollen. Und dazu gehören nach den Vorstellungen des vorbereitenden Gremiums nicht nur die Eutiner Sportvereine, sondern auch die Schulen, Kindertagesstätten, Senioreneinrichtungen, das Ärztenetz, die Kliniken und die Kommune. „Demographische Wandel, Bildungspolitik, finanzielle Ausstattung, gesellschaftliche Werte: Überall sind Veränderungsprozesse im Gange, denen wir uns im Breitensport einfach besser anpassen müssen“, erklärt Thomas Niggemann seine Beweggründe für die landesweite Initiative.

Bei den Vertretern der genannten Einrichtungen ist man sich der Verantwortung indes durchaus bewusst. „Die Stadt muss sportlich bewegt bleiben“, fordert etwa Klemens Nitsch, in der Eutiner Stadtverwaltung zuständig für den Bereich Sport. Und Eckhard Holst, Geschäftsstellenleiter der AGdESV, ergänzt: „Eine wichtiges Projekt für Eutin. Wir tun hier durch die gute Kooperation der einzelenen Sportvereine zwar schon eine Menge für mehr Bewegung, können aber sicher immer noch mehr machen.“ Allerdings sei man dabei dann auch auf die Unterstützung des LSV angewiesen.

Diese will Thomas Niggemann gerne zusagen. Für ihn war die bereits vorhandene Arbeitsgemeinschaft der Vereine ein Hauptgrund dafür, die Idee in Eutin umzusetzen. „Das zeigt, dass der Wille zur Kooperation zwischen einzelnen Körperschaften bereits vorhanden ist.“ Darüber hinaus sei aber auch die Größe der Stadt optimal, erste Aktionen hier leicht zu koordinieren.

Koordination, Vernetzung, Bündelung – genau um diese Kernpunkte geht es dem LSV bei der konkreten Ausgestaltung von „Eutin – Gesund durch Bewegung“. „Eine Menge Programme sind bereits vorhanden, werden aber nicht optimal genutzt. Wir brauchen vor allem eine stärkere lokale und kommunale Vernetzung der Angebote“, beschreibt Thomas Niggemann seine Vorstellungen. Jeder müsse sich fragen: „Was machen wir eigentlich für Kinder oder Senioren, und wie können wir vorhandene Ressourcen am Besten nutzen?“

Der Aktionsplan sieht nun zunächst die Bildung von Arbeitsgruppen zu spezifischen Themenfeldern vor, denen sich Freiwillige bis zum 13. Oktober über die AGdESV anschließen können – zu den Bereichen Familiensport, Seniorensport, Gesundheitssport, sowie Kinder- und Jugendsport. Eine weitere Arbeitsgruppe aus Vertretern der beteiligten Organisationen trifft sich dann nach den Herbstferien zur weiteren Planung. Erste konkrete Maßnahme könnte indes ein Besuch der AGdESV an Eutins Schulen Anfang 2015 sein, um den Kindern den Vereinssport wieder näherzubringen. Einer entsprechenden Anfrage der Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule wurde gestern entsprochen.

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