Malente : Gemeindewerke wieder im Zeitplan

Spätestens ab Mitte April wollen die Gemeindewerke nicht nur Wasser liefern, sondern auch Strom und Gas.
Spätestens ab Mitte April wollen die Gemeindewerke nicht nur Wasser liefern, sondern auch Strom und Gas.

Entgegenkommen der Bank könnte Einstieg ins Strom- und Gasgeschäft noch im Februar ermöglichen – obwohl bislang kein Haushalt verabschiedet wurde.

shz.de von
15. Januar 2018, 14:35 Uhr

Die Vermarktung von Strom und Gas durch die Gemeindewerke Malente kann offensichtlich doch wie geplant starten. Nach der Verschiebung der Haushaltsberatungen der Gemeinde hatte es zunächst so ausgesehen, als ob der geplanten GmbH das nötige Geld fehlen würde (wir berichteten). Die GmbH wurde mittlerweile am 8. Januar gegründet. Damit stünde zwar das Stammkapital in Höhe von 25 000 Euro bereit. Doch war nicht sicher, wie lange dieses ausreichen würde, um den Geschäftsbetrieb sicherzustellen. Dieses Problem sei nun gelöst, erklärte Bürgermeisterin Tanja Rönck. „Für den Fall, dass Engpässe zu erwarten sind, hat die kontoführende Bank eine Kreditlinie eingeräumt“, erläuterte die Verwaltungschefin. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir das hinbekommen haben.“ Gemeindewerke Geschäftsführer Mario Lüdemann hatte die Höhe der geplanten Anschubfinanzierung auf 82 000 Euro beziffert.

Derzeit warte die Gemeinde auf die Eintragung der GmbH beim Handelsregister, erklärte Tanja Rönck. Bereits beim Neujahrsempfang am vergangenen Sonnabend hatte sie einen Vermarktungsstart für die zweite Februarhälfte angekündigt. Etwa sechs Wochen später könne die Lieferung von Strom und Gas beginnen – das hieße spätestens Mitte April. Nun solle bei der GmbH eine halbe Stelle geschaffen werden.

Tanja Rönck und Mario Lüdemann hatten von Beginn an betont, dass ein Start der GmbH zu Beginn des Jahres aus ihrer Sicht wichtig sei. Denn aufgrund sinkender Netzentgelte sei der Energiemarkt derzeit ohnehin in Bewegung – ein guter Zeitpunkt, um neue Kunden zu gewinnen. Bei einem Start erst im Sommer wäre die Vermarktung vermutlich eher schleppend angelaufen, da für die potenziellen Kunden in der Ferienzeit andere Themen als der Wechsel des Strom- und Gasanbieters im Vordergrund stünden.

Beim Neujahrsempfang rührte Tanja Rönck bereits kräftig die Werbetrommel für den neuen Geschäftszweig der Gemeindewerke. Sie versprach faire Preise sowie eine übersichtliche und für jeden verständliche Produktstruktur. Die GmbH sei vor Ort ansprechbar und werde nicht durch ein anonymes Call-Center vertreten.

Die Bürgermeisterin glaubt an einen guten Start: „Wir haben schon viele Rückmeldungen von Bürgern, die fragen, wann es endlich losgeht“, berichtete sie. Sie selbst wolle so schnell wie möglich auf die Gemeindewerke umsteigen. Ihren bisherigen Anbieter habe sie bereits gekündigt.

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