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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 04:40 Uhr

Gemeindewehr Kasseedorf wächst weiter

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In der jüngsten Versammlung gab es fünf weitere Zugänge aus der Jugendfeuerwehr / Amtsvorsteher Peter Zink kritisiert ausufernde bürokratische Vorgaben

von
erstellt am 14.Mär.2015 | 13:16 Uhr

In den drei Feuerwehren der Gemeinde Kasseedorf gibt es 76 Aktive und damit sechs mehr als im Jahr zuvor. In der Versammlung der Gemeindewehr am Freitag in Griebel kamen fünf weitere hinzu: Jugendwart Siegfried Quickert übergab Moritz Dieckmann, Michel Fiebelkorn, Andre Scharf (alle Sagau), Tim Hansen (Kasseedorf) und Phillip Thiede (Griebel-Vinzier) der Einsatzabteilung. Vergangenes Jahr hatte es vier Übertritte gegeben. Nun sind nur noch vier Jungen und drei Mädchen in der Jugendwehr, die seit zwölf Monaten auf neue Mitglieder hofft.

Der Vorsitzende des Griebeler Sportvereines, Jürgen Fischer, bekräftigte, dass die Sportvereine keine Konkurrenz zur Feuerwehr sein wollten- GSV und TSV Sagau stünden zu einem gemeinsamen Werbetag für die Jugendwehr bereit.

Sorge über die Zahl von Atemschutzträgern bekundete Gemeindewehrführer Martin Stahl: Gemeindeweit gebe es nur acht, doppelt so viel wären wünschenswert.

Der stellvertretende Gemeindewehrführer Lennart Hamel nannte 28 Einsätze im vergangenen Jahr, darunter 17 Brände. Es seien acht Einsätze mehr gewesen als 2013.

Bürgermeisterin Regina Voß sah die Wehren gut gerüstet. Mit der Übergabe eines neuen Fahrzeuges an die Sagauer Wehr am kommenden Sonnabend und der jüngst beschlossenen neuen Tragkraftspritze für Giebel-Vinzier sollte der Bedarf vorerst gedeckt sein.

Die ein Jahr dauernde Beschaffung des Löschfahrzeuges nahm Peter Zink zum Anlass, ständig wachsende Vorschriften aufs Korn zu nehmen. Der Amtsvorsteher des Amtes Ostholstein-Mitte nannte es nicht nachvollziehbar, dass Fachpersonal der Verwaltung angesichts ausufernder formaler Anforderungen die Ausschreibung eines Fahrzeuges nur noch mit externer Hilfe vornehmen könne. Vom angekündigten Bürokratieabbau sehe er nichts. Im Gegenteil sehe er immer mehr Hürden, die aufgebaut würden. Aktuelles Beispiel dafür sei ein Schreiben der Kommunalaufsicht, in der die Auffassung vertreten werde, dass Feuerwehren keine Feste für die Allgemeinheit mehr ausrichten dürften und dafür Fördervereine, Freundeskreise oder gar die Gemeinde als offiziellen Ausrichter bemühen müssten.

Dies sei noch nicht ausdiskutiert, betonte Zink. Es sei Aufgabe der Politik, solchen Entwicklungen, „die durch Hürden die demotivieren vieles kaputt machen“, entgegenzuwirken. Das Ehrenamt müsse statt warmer Worte tatsächliche Unterstützung erfahren.

Der Ortswehrführer von Kasseedorf, Andreas Scharenberg (Foto), wurde von Amtswehrführer Matthias Tamm und Gemeindewehrführer Martin Stahl zum Brandmeister befördert.

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