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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 15:25 Uhr

Gemeinde will Sitzungssaal opfern

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mehr Mitarbeiter: Platz wird für Büros gebraucht / Umbau des Erdgeschosses zu einem Bürgerbüro würde 20 000 Euro kosten

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Ausschusssitzungen im Malenter Rathaus könnten bald der Vergangenheit angehören. Wegen der Einführung der doppischen Haushaltsführung und der Bewältigung der Flüchtlingskrise will die Gemeinde vier bis fünf zusätzliche Stellen schaffen. „Dafür brauchen wir Räumlichkeiten“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Kienle im Hauptausschuss. Im bisherigen Sitzungssaal sollen deshalb Büroräume geschaffen werden. Ausschusssitzungen werden dann wohl im Haus des Kurgastes stattfinden.

Eine zunächst erwogene Auslagerung des Ordnungsamts ins Haus des Kurgastes sei verworfen worden, sagte Kienle. Dagegen sprächen mehrere Gründe, wie Rathaus-Mitarbeiterin Gunda Schröder erläuterte. So gebe es dort keinen Landesnetzanschluss, dessen Einrichtung monatlich mit 1100 Euro zu Buche schlagen würde. Es müssten außerdem eine Telefonanlage, ein Kopierer und andere technische Gerätschaften angeschafft werden. Und auch baulich sei es dort viel schwieriger, genügend geeignete Büroräume zu schaffen. Wie hoch die Umbaukosten im Rathaus wären, stehe noch nicht fest, erklärte Gunda Schröder.

Fest steht dagegen bereits, wie teuer die geplante Umgestaltung des Erdgeschosses in ein Bürgerbüro käme. 20  000 Euro koste ein Umbau, bei dem das Bürgerbüro vom Rest des Rathauses mit Hilfe einer Rauchglasscheibe abgetrennt würde, erklärte Gunda Schröder. Eine teurere Variante, die auf 120  000 Euro käme, sei mit Blick auf das Haushaltsdefizit verworfen worden.

SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning begrüßte die nun angestrebte Lösung. „Es ist gut, wenn man alles im Rathaus belässt. Eine Trennung der verschiedenen Abteilungen ist bereits in anderen Orten in die Hose gegangen.“ Dem stimmte auch Gudrun Förster (CDU) zu. FDP-Fraktionschef Wilfred Knop wies allerdings auf die mangelhafte technische Ausstattung im Haus des Kurgastes hin. „Wir wären dann in einen Raum, der das Wort Technik noch nicht gehört hat“. Die angestrebte Einführung eines Ratsinformationssystems mit Laptops statt Papier werde damit schwieriger.

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