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Gemeinde übernimmt Großteil des Defizits der Kita Neukirchen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gemeinde will 80 Prozent des Defizits übernehmen / Hoffen auf höhere Auslastung

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2015 | 15:59 Uhr

Nach längerer Diskussion sah der Sozialausschuss keine andere Möglichkeit: Die Gemeinde soll Defizite der evangelischen Kindertagesstätte „Regenbogen“ zu 80 Prozent ausgleichen, die in den beiden vergangenen Jahren aufgelaufen sind. Hintergrund ist eine niedrigere Belegung der Kita als geplant. So schwankte die Belegung im Jahr 2013 zwischen 13 und 20 Kindern, im Jahr 2014 zwischen 14 und 20 Kindern. In der Folge lief 2013 aufgrund fehlender Elternbeiträge ein Minus von rund 15  400 Euro und 2014 ein Minus von rund 13  000 Euro auf.

Kirchengemeinde und Kommune waren sich aufgrund gegensätzlicher vertraglicher Auslegungen uneinig, wer das Defizit zu tragen habe. „Sie müssen den Knoten durchschlagen!“, forderte Koch den Ausschuss auf. Dabei solle dieser aber berücksichtigen, dass der Kindergarten in Neukirchen dazu beitrage, den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz in der Gemeinde zu erfüllen. Die Gleichstellungsbeauftragte Hedy Gudegast wies außerdem darauf hin, dass lediglich der Kindergarten in Neukirchen noch 20 Prozent der ungedeckten Betriebskosten übernehme. Alle anderen Kindergärten der Gemeinde zahlten weniger oder nichts.

Künftig dürfte der Kindergarten wieder voll besetzt sein, stellte Pastor Stefan Grützmacher in Aussicht: „Wir gehen davon aus, dass im Herbst alle Plätze besetzt sind.“ Versprechen wollte er allerdings nichts. Denn das könne sich durch Wegzüge schnell ändern.

Ähnliche Probleme dürften auf Benz zukommen, erklärte Dorfvorsteher Fritz Kamkalow. Dort seien derzeit zwar 19 Kinder, aber: „Ich kann jetzt schon ankündigen, dass es weniger werden. Da hilft auch die beste Planung nichts.“

Höhere Elternbeiträge seien keine Lösung, ergänzte Grützmacher: „Wir haben die Beiträge erst kürzlich erhöht. Wir können nicht endlos an der Beitragsschraube drehen.“ Eine gewisse Hoffnung setzt der Pastor auf das vom Kirchenkreis gegründete Kindertagesstätten-Werk: „Wir wollen dort beitreten.“ Damit werde die Verwaltung der Kita in professionelle Hände gelegt.

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