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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 05:29 Uhr

Gemeinde soll Parteien helfen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

SPD, Grüne, FDP und FWM wollen, dass die Kommune ihnen bei der Suche nach Bürgermeister-Kandidaten unter die Arme greift

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2015 | 17:06 Uhr

Die CDU hat sich bereits festgelegt, doch nicht alle Parteien sind in der komfortablen Situation, bereits einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 29. Mai 2016 präsentieren zu können. SPD, Grüne und FDP sind bei der Kandidatensuche noch nicht vorangekommen. Deswegen soll nun die Gemeinde mit Zeitungsanzeigen auf die Bürgermeisterwahl hinweisen und so mögliche Kandidaten aus der Reserve locken.

Einem entsprechenden Antrag der drei Parteien schlossen sich auch die Freien Wähler Malente (FWM) an, obwohl sie mit Tanja Rönck als erste eine Kandidatin aus dem Hut gezaubert hatten. Lediglich die CDU, die ihren Fraktionschef Hans-Werner Salomon ins Rennen schickt, stimmte dagegen, dass nun auf Kosten der Gemeinde nach weiteren Kandidaten gesucht werden soll. Mögliche Kandidaten sollen nun aufgefordert werden, sich bei den Parteien oder der Wählergemeinschaft zu melden.

„Eine Wahl ist nur dann eine Wahl, wenn man die Wahl hat“, begründete FDP-Fraktionschef Wilfred Knop den Antrag. Zwar wird die Bürgermeisterwahl formal durchaus bekannt gemacht, doch nun soll noch einmal die Werbetrommel gerührt werden. „Für das verantwortungsvolle Amt wird eine kreative, eigenverantwortlich handelnde Persönlichkeit gesucht, die engagiert, teamfähig und dazu in der Lage ist, die Entwicklung unserer Gemeinde zu fördern und die Verwaltung bürgernah, leistungsorientiert und wirtschaftlich zu führen“, heißt es in dem zwei mehr als zwei DIN-A4-Seiten umfassenden Vorschlag für die Anzeige, die außerdem eine Beschreibung der Gemeinde enthält.

Peter Blenski (CDU) lehnte eine kommunal finanzierte Kandidatensuche ab, ebenso seine Fraktionskollegin Gudrun Förster. „Macht, was ihr wollt, aber nicht auf Kosten des Staatssäckels“, forderte sie. Dem hielt Knop entgegen, dass selbst bei der angespannten Finanzlage eine Unterstützung der Kandidatensuche möglich sein müsse.

Überrascht zeigte sich Blenski, dass auch die FWM noch nach Kandidaten Ausschau halten will, obwohl sie bereits eine Kandidatin habe. „Wir haben noch keine Unterlagen eingereicht“, entgegnete FWM-Fraktionschef Holger Brühl. Dem OHA erklärte er: „Wir bleiben selbstverständlich bei unserem Vorschlag für Frau Rönck.“ Doch es gehe der FWM darum, den Bürgern zu zeigen, dass sie einen guten Bürgermeister suche. Dieses Anliegen sei auch bei Tanja Rönck auf positive Resonanz gestoßen, erklärte Bröhl.

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