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Gemeinde setzt Verkauf auf Eis: Gemeindehaus für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 09.Sep.2015 | 10:27 Uhr

Eigentlich wollte die Gemeinde Bösdorf mit den Verkauf des Gemeindehauses in Kleinmeinsdorf die Löcher im Haushalt stopfen. Doch daraus wird erst einmal nichts. Der Verkauf wurde am Dienstag von der Gemeindevertretung ausgesetzt, damit drei Wohnungen zum Preis von zusammen 15  000 Euro für die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet werden. Lediglich Regina Hornsmann (BfB) stimmte dagegen.

Wie der OHA bereits berichtete, hatte der gemeindliche Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten diesen Vorschlag gemacht. „Wir haben ein Wohnraum-Problem“, sagte Bürgermeister Joachim Schmidt (CDU) nachdem Elke Springer von der Stadt Plön der Gemeinde am Dienstagabend eröffnete, dass sie 15 weitere Flüchtlinge aufnehmen müsse. Die Ausstattung der drei Wohnungen muss nicht die Gemeinde finanzieren. Sie wird vom Sozialamt der Stadt Plön vorgenommen und am Ende vom Bund bezahlt. So ist es im Asylbewerberleistungsgesetz geregelt, stellte Elke Springer fest.

Dem Beschluss zufolge wird bereits sehr zügig mit den Renovierungsarbeiten an den Wohnungen im ehemaligen Rentnerwohnheim begonnen. Das derzeit in einer Wohnung im Erdgeschoss untergebrachte Schul- und Heimatmuseum kommt in die renovierte Wohnung über dem Gemeindebüro. So stehen Asylbewerbern drei Wohnungen zur Verfügung.

„Uns bleibt nichts anderes übrig“, sagte Engelbert Unterhalt (SPD). Er vermutet, dass sich die Situation noch über Jahre hinziehen werde und die Gemeinde mit diesen drei Wohnungen auch nicht auskommen werde. Dieter Westphal (CDU) fürchtete, dass die Gemeinde ohne die Bereitstellung der drei Wohnungen selbst auf dem Wohnungsmarkt teure Wohnungen anmieten müsse. Sabine Gardein (BfB), sie ist im Plöner Ehrenamtskreis aktiv, freute sich über das Votum der Gemeindevertretung und regte zur Regelung des Wohnbedarfs und zur Betreuung der Flüchtlinge die Gründung eines Arbeitskreises an. Der Vorschlag wurde allerdings nicht weiter verfolgt.  

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