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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 11:59 Uhr

Gemeinde ringt mit der Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malenter Gemeindevertretung will den Feuerwehrbedarfsplan neu diskutieren

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2014 | 20:19 Uhr

Es ist kein Geheimnis, dass das Verhältnis zwischen Malentes Bürgermeister Michael Koch und Gemeindewehrführer Bernd Penter angespannt ist. Das wurde spätestens klar, als Penter seine Unzufriedenheit im Feuerwehrausschuss thematisierte. Nun muss sich zeigen, ob sich die Kontrahenten zusammenraufen können.

Gestern lehnte es die Gemeindevertretung bei ihrer Sitzung beim Landessportverband vor zahlreichen Feuerwehrleuten ab, über die maßgeblich von Penter vorbereitete Neuauflage des Feuerwehrbedarfsplans zu entscheiden. Obwohl der Feuerwehrausschuss den Plan bereits durchgewinkt hatte, nahmen die Gemeindevertreter diesen mit den Stimmen von CDU, SPD und Freien Wählern und gegen das Votum von Grünen und FDP von der Tagesordnung – und zwar auf Vorschlag von Bürgermeister Koch.

Koch räumte ein, dass seine Verwaltung den Feuerwehrbedarfsplan damals „ungeprüft“ auf die Tagesordnung des Ausschusses gesetzt habe. Grund sei die Annahme gewesen, ohne aktuellen Plan gebe es keine Fördermittel für den beabsichtigten Ersatz eines betagten Löschfahrzeugs der Malenter Ortswehr. Mittlerweile sei jedoch klar, dass es Fördermittel auch auf Basis des alten Plans gebe. Deshalb könne man die Neuauflage jetzt in aller Ruhe diskutieren, erklärte Koch und fügte hinzu, dass er den Förderantrag bereits gestellt habe.

„Es geht uns überhaupt nicht darum, die Feuerwehr zu beschneiden“, sagte CDU-Fraktionschef Hans-Werner Salomon auf OHA-Anfrage. „Wir wollen das auf einen pragmatischen Weg bringen, auf dem wir für alle das Beste rausholen.“ Einer der Knackpunkte, die besprochen werden müssen, ist für ihn wie auch für SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning die Lage des Malenter Feuerwehrhauses, die von Penter als ungünstig angesehen wird, weil der Weg nach Gremsmühlen zu weit ist. Um dieses Problem zu lösen, soll auch die Ersatzbeschaffung für das Malenter Fahrzeug in Kreuzfeld stationiert werden.

Darüber herrscht Einigkeit. Spannend wird allerdings die Frage, wann die Malenter Wehr ihrerseits ein Ersatzfahrzeug erhält. Und auch die Frage, was für ein Fahrzeug beschafft werden soll, muss noch diskutiert werden. Penter will angesichts einer mancherorts problematischen Löschwasserversorgung eine Lösung, mit der sich über lange Strecken schnell eine Wasserversorgung aufbauen lässt.

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