„Gemeinde ist nicht konzeptlos“

Flüchtlinge im Ferienpark Mönchneversdorf: Suche nach Grundstück für alternative Asylunterbringung läuft

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09. Oktober 2015, 15:14 Uhr

Bertold Möller, Eigentümer des Ferienparks, hatte dem Amt Ostholstein-Mitte angeboten, eine Unterbringung für Flüchtlinge zu bauen, um dort die für Mönchneversdorf geplanten bis zu sieben Familien unterzubringen. Gestern teilte Möller gegenüber dem OHA mit, dass die Eigentümer des Ferienparks sogar bereit seien, den Bau dieser Unterbringung finanziell zu unterstützen. „Gut 50 Prozent der anwesenden 26 Eigentümer haben sich bei der Eigentümer-Versammlung positiv dazu geäußert“, sagte Möller. Das Problem bestehe derzeit nur in der Suche nach geeigneten Grundstücken. Möller: „Bisher wurde mir eines angeboten, das sich gerade im Verfahren der Bauleitplanung befindet. Ich brache aber eines mit Baurecht, wenn wir davon sprechen, dass dort in sieben Monaten jemand einziehen kann.“ Burkhard Busch, Leitender Verwaltungsbeamte, will sich nächste Woche nach Kiel machen, um für vorzeitiges Baurecht „in dieser besonderen Situation“ zu kämpfen. Den Vorwurf der Konzeptlosigkeit, der nach der Infoveranstaltung des Kinderschutzbundes am Mittwochabend in Mönchneversdorf laut wurde, wies er entschieden zurück. Busch: „Wir wollen mit zwei Familien anfangen und schauen, wie es läuft. Finden sich keine Ehrenamtler, muss der Kinderschutzbund an dieser Stelle mehr leisten. Die Stunden der Kollegin haben wir schon verachtfacht, seit Einstellungsbeginn.“ Ein Fahrdienst sei in den Ferien geplant mit einem Fahrzeug, dass der Schönwalder Jugendwehr zugeordnet ist. Bei der Bundeswehr sei um Unterstützung gebeten worden, eine Antwort stehe noch aus. Busch: „Es gibt natürlich noch die Hoffnung, dass sich freiwillige Helfer finden. Aber so lange die Fragen nicht geklärt sind, werden wir auch keine sieben Familien im Ferienpark unterbringen.“

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