Gemeinde Grebin verzichtet auf digitale Meldeempfänger

Die Sammelbestellung des Kreises Plön zur Anschaffung digitaler Meldeempfänger für die Feuerwehren kommt für die Gemeinde Grebin zu kurzfristig. Deshalb wird die Gemeinde nach einem Beschluss der Gemeindevertretung von Montag auf digitale Meldeempfänger verzichten.

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16. September 2009, 10:44 Uhr

Grebin | Die Gemeindevertretung war in dieser Sache einer Meinung. Der Kauf von 70 digitalen Meldeempfängern mit einem Eigenanteil von Grebin über 14 000 Euro wurde abgelehnt, da man nicht im Zugzwang sei. Die analogen Meldeempfänger liefen noch und zudem sei durch die Sirenen die gesetzlich geforderte Alarmierungsmöglichkeit der Wehren sichergestellt.

Ohne die Zuschüsse und den Zentraleinkauf des Kreises wäre die Beschaffung der digitalen Meldeempfänger deutlich teurer. Etwa 410 Euro koste das Stück und 70 würden für Grebin benötigt. Gut 28 000 Euro wären also fällig. Der Grebiner Feuerwehrvorstand hatte sich kürzlich für den Kauf ausgesprochen.

Durch die mehr oder weniger zufällig am Freitag bei Bürgermeister Hans-Werner Sohn gelandete Information, dass sowohl die Gemeinden Bosau als auch Dersau aus dem Amtsbereich die Bestellung nicht vornehmen werden, änderte die Situation für die Gemeindevertretung. Sowohl die Gemeinde Bosau mit acht Ortswehren als auch Dersau nutzen zur Alarmierung eine Kombination aus Sirenenalarm und automatischen SMS auf Handys, die seit etwa einem Jahr erfolgreich liefen.

Rechtlich sei das ganz unproblematisch, da es zwei Alarmierungswege gebe. Entweder Meldeempfänger oder aber Sirenenalarm. Das habe auch der Kreis bestätigt, wie Bürgermeister Hans-Werner Sohn mitteilte. Auch Gemeindewehrführer Gerhard Manske bestätigte das. Sowohl die Bosauer als auch die Dersauer

Feuerwehren kämen mit der kombinierten Alarmierung (Sirene und SMS) gut klar.

Die Kurzfristigkeit störte die Gemeindevertreter in Grebin ebenfalls. Wenn man sich bis zum 18. September gegenüber dem Amt verbindlich für einen Kauf entscheiden müsse und der Kreis am 30. September verbindliche Entscheidungen haben wolle, dann sei das zu starker Zeitdruck, so Hans-Werner Sohn. Man wolle natürlich nicht an der Feuerwehr sparen. Es gebe aber andere gesetzlich erlaubte Lösungen, um die Alarmierung der Feuerwehren für wesentlich weniger Geld sicherzustellen. Die automatische SMS-Versendungsanlage koste etwa 3 000 Euro. Dazu kämen etwa 900 Euro für die Umrüstung der Sirenen. Ob es noch andere Anbieter mit vielleicht besseren Konditionen für diese

Kombinationslösung gebe, wolle man nun in Ruhe untersuchen. Bei dem Beschluss, keine digitalen Meldeempfänger anzuschaffen, stimmte einzig Karl Schuch dagegen, da er sich an den Beschluss der Feuerwehrvorstandes gebunden fühlte.

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