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Gemeinde genehmigt neue Kooperationsklasse in Süsel

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Grundschule bleibt Heimat für eine Kooperationsklasse von acht behinderten Schülern, die vier Jahre lang in Süsel wohnortnahe unterrichtet werden sollen. Das Förderzentrum Schule am Papenmoor in Bad Schwartau hatte in den vergangenen vier Jahren eine Klasse in Süsel unterhalten. Nach dem aktuellen Schuljahr kommen die Kinder auf weiterführende Schulen.

Das Schulamt des Kreises habe sich sehr für eine neue Klasse in Süsel eingesetzt, sagte Susanne Voß von der Lebenshilfe, der Trägerin der Schule am Papenmoor, obwohl nur ein Kind aus der Gemeinde Süsel komme, die anderen aus Eutin, Malente und Scharbeutz.

Die Kooperation habe sich in den vergangenen Jahren bewährt, warb Schulrektorin Swantje Popp-Dreyer für die Einrichtung einer neuen Klasse in Süsel. Die bisherige Klasse habe gezeigt, dass Inklusion an der Schule gelebt werde: „Die volle Integration in die Schulgemeinschaft, gemeinsame Schulveranstaltungen, Besuche im Förderzentrum, hohe Elternzufriedenheit, Begegnungen zwischen Kindern unabhängig von Stärken und Schwächen zeichnen diese Beschulung aus“, betonte Popp-Dreyer in ihrem Antrag an die Gemeinde, die die Klasse genehmigen muss.

Grundsätzlich war der Sozialausschuss dazu am Dienstag einmütig bereit, nachdem mit dem Beschluss auch die Forderung an den Kreis formuliert wurde, dass die Gemeinde für Kinder aus Süsel keinen Gastschulbeitrag zahlen wolle. Hintergrund ist das – bislang erfolglose – Bestreben des Kreises, dass er für Schulen in seiner Trägerschaft, zu denen das Förderzentrum Papenmoor zählt, Schulbeiträge kassieren will. Die müssen Kommunen für die Kinder zahlen, die Schulen außerhalb des eigenen Gemeindebereiches besuchen. Die mit einem Antrag von Claus Ehlers (CDU) verfolgte Idee, den drohenden Gastschulbeitrag für das Kind aus Süsel durch eine höhere Miete für den Klassenraum (bisher 300 Euro) zu kompensieren, wurde aber fallengelassen: Susanne Voß warnte, dass die Miete aus dem Etat der Schule gezahlt werden müsse und diese keinen Spielraum habe. Die neue Klasse könnte also an dieser Forderung scheitern.

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erstellt am 26.Feb.2016 | 16:30 Uhr

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