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Gemeinde Bösdorf ist für den Kompromiss im Amtsstreit

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Gemeinde will das „Kriegsbeil“ mit Amt Großer Plöner See endlich begraben / Streit um offenen Brief zum Kiesabbau

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erstellt am 10.Sep.2014 | 10:59 Uhr

Im Streit zwischen der Gemeinde Bösdorf und dem Amt Großer Plöner See zeichnet sich eine einvernehmliche Lösung ab. Die Gemeindevertretung hat in ihrer jüngsten Sitzung am Dienstag in Kleinmeinsdorf den Kompromissvorschlag zur Vermögensauseinandersetzung gebilligt. Damit könnte ein jahrelanger Streit beendet werden.

„Das Kriegsbeil mit unserem Amt muss jetzt endlich mal begraben werden“, sagte Bürgermeister Joachim Schmidt (CDU). Er hoffe sehr, dass auch alle anderen beteiligten Gremien dem Vorschlag zustimmten, denn dann „kann der Streit vielleicht schon im Herbst mit einer gütlichen Regelung zu Ende gehen.“ Der Amtsausschuss folgte parallel am selben Abend und billigte den Kompromiss in einer eigenen Sitzung in Rathjensdorf (siehe obenstehenden Bericht). Ascheberg tagt dazu in der kommenden Woche.

Ganz ohne Vorbehalt soll die Zustimmung Bösdorfs allerdings auch nicht gegeben werden: Die Gemeinde pocht auf einen Zusatz zum Kompromissvorschlag, nachdem dieser auf den 1. Januar diesen Jahres rückdatiert werden soll. Für die Gemeindevertreter eine angemessene Forderung: „Wir sind zu Jahresbeginn aus dem Amt Großer Plöner See ausgetreten. Da kann es ja wohl nicht sein, dass wir als Gemeinde jetzt noch an den Unterhaltungskosten für deren Amtsgebäude beteiligt werden sollen“, erklärte CDU-Fraktionschef Dieter Westphal. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Darüber hinaus stimmte die Gemeindevertretung für die Einführung einer Zweitwohnungssteuer zum 1. Januar 2015, die nach derzeitigen Berechnungen wohl 39 Objekte in Bösdorf betreffen könnte. Eine entsprechende Satzung soll noch in diesem Jahr erarbeitet werden.

Thematisiert wurden auch die Plan-Neuordnungen des Kiesabbaus in Kreuzfeld. Bürgermeister Joachim Schmidt zeigte sich verwundert, dass an ihn angeblich ein offener Brief vom Osterberg-Institut in Niederkleveez gerichtet worden sei (der OHA berichtete). Der Brief jedoch sei bei ihm bislang noch nicht angekommen. Darin wird Schmidt über die angeblich negativen Auswirkungen des Kiesabbaus für die angrenzenden Orte Oberkleveez und Niederkleveez informiert.

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