Plön : Gelebte Integration

„Freundlich, offen, redegewandt und kreativ“ ist Deutschlands beste Fachverkäuferin Franziska Juhls laut ihrer Chefin. Foto: windmann
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Ein neuer Kindergarten der Lebenshilfe liegt direkt beim "Regenbogenhaus" der Kirchengemeinde.

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02. Dezember 2011, 10:44 Uhr

Plön | Mit der offiziellen Eröffnung des integrativen Kindergartens "Regenbogen" in Plön hat die Lebenshilfe einen Schritt in die Kreisstadt gewagt. Mit zwei Heilpädagogischen Kleingruppen jeweils mit bis zu acht Kindern mit Behinderungen (oder von Behinderungen bedroht) wird ein wohnortnäheres Angebot gemacht als bisher mit der zentralen Betreuung in Preetz.

"Unsere Mannschaft ist hier angekommen und fühlt sich zu Hause", so Ingrid Grunwald, Geschäftsführerin vom Lebenshilfewerk. Stephanie Ladwig, Landrätin und zugleich Aufsichtsratsvorsitzende des Lebenshilfewerkes, freute sich über die gute Zusammenarbeit mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Plön als Besitzer des Gebäudes, das für die Zwecke des Kindergartens erweitert und umgebaut werden musste. "Es ist wichtig, Behinderte früh in die Gesellschaft einzubinden", so die Landrätin, die mit einem kleinen Geldbetrag die Spielzeug-Ausrüstung des Kindergartens stärkte.

Kay Sedemund überbrachte Grüße vom Vorstand des Lebenshilfewerkes und erinnerte daran, dass es in den 70er Jahren bereits in Plön integrative Kindergärten gegeben habe. "Für Kinder ist es wichtig, Anderssein frühzeitig akzeptieren zu lernen und nicht als Bedrohung oder Trennung zu erfahren", fasste Probst Matthias Petersen die Ziele des Kindergartens "Regenbogen" zusammen. Er sei stolz, dass die Kirchengemeinde Plön dieses Projekt der Integration ermöglicht habe.

Für den Plöner Kirchenvorstand blickte Pastor Ulrich Gradert als Vorsitzender zurück. Jörg Fürstenau und Ingrid Grunwald hätten das Haus neben dem Kindergarten "Regenbogenhaus" für den neuen Zweck im Jahr 2009 entdeckt. Die Kirchengemeinde als Eigentümerin des Hauses habe die Umbauten unter enger Zusammenarbeit mit Svend Schroeder (Bereichsleiter Kindergar-ten Lebenshilfewerk) vorgenommen.

Hier lernen Kinder frühzeitig, dass Menschen gleichwertig seien. "Das muss nicht nur gesagt sondern auch gelebt werden", so Pastor Ulrich Gradert. Die Gruppen werden von Gabi Creutzfeld, Bärbel Harder, Britta Kruber und Katja Forkert sowie fünf Helferinnen betreut.

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