Geld für Planung autonomer Busse

Aktiv-Region: Weitere Vorhaben entscheidungsreif / Sportprojekt in Malente zurückgestellt

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02. August 2018, 15:33 Uhr

Der Vorstand der Aktiv-Region Schwentine-Holsteinische Schweiz zündet die zweite Stufe in Sachen „autonom fahrende Kleinbusse“. Die Mitglieder hätten sich einmütig bei einer Sitzung in Süsel für die Förderung der vom Kreis Ostholstein beabsichtigten Vorplanung (wir berichteten) ausgesprochen, erklärte Regionalmanager Günter Möller. Damit übernimmt die Aktiv-Region rund 18 500 Euro des insgesamt 53 000 Euro teuren Projekts. Weitere 18 500 Euro will die Aktive-Region Wagrien-Fehmarn beisteuern, der Rest kommt vom Kreis sowie den beteiligten Kommunen Eutin, Oldenburg Amt und Stadt sowie der Weißenhäuser Strand GmbH.

Ebenfalls abgesegnet wurde eine Machbarkeitsstudie zur interkommunalen, regenerativen Versorgung des Gewerbe- und Wohngebietes Preetz Wakendorf. Hier übernimmt die Aktiv-Region 40 000 von 59 500 Euro.

Von der Tagesordnung genommen wurde dagegen die beabsichtigte Vorstellung des „Netzwerks Sport in der Gemeinde Malente“, das eine Förderung für eine Personalstelle beantragt hat. „Hier sind noch Fragen, etwa zu Trägerschaft und Co-Finanzierung, aufgetaucht, die erst geklärt werden müssen“, berichtete Möller.

Auf Zustimmung stießt eine geplante Machbarkeitsstudie zur Entwicklung einer gemeinsamen Online-Strategie von Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS) und Naturpark Holsteinische Schweiz (NPHS). „Das ist auch als positiv und längst überfällig aufgenommen worden“, sagte Möller. Beide hätten das Aufgabenfeld Tourismus und da sei es „den Endkunden nicht zuzumuten, hin- und herzuswitchen“. Knapp 18 000 Euro soll die Studie kosten, dafür gibt die Aktiv-Region 12 000 Euro.

Durch weitere Gespräche mit dem Regionalmanager soll der Antrag zur Unterstützung der Machbarkeitsstudie „Sustainable Greenhouse als Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturzentrum für nachhaltige Kreislaufwirtschaft“ in Dersau entscheidungsreif gemacht werden. Oliver Laing, Pächter einer stillgelegten Gärtnerei in Dersau, betreibe dort ein Café und wolle in den Gewächshäusern Beispiele für nachhaltige Kreislaufwirtschaft präsentieren, erklärte Möller. Zu dem Ideen gehören Photovoltaik und Kleinwindanlagen, spritzmittelfreie Pflanzenaufzucht, kombinierte Pflanzen- und Fischzucht und Algenzucht. Dafür gründe Laing gerade einen Verein zur Förderung von Energie- und Nährstoffkreisläufen, sagte Möller. Unterstützt werde er von Peter Heßbrüggen, der sich an der Flensburger Uni mit Fragen der Nachhaltigkeit beschäftige.

Aus Sicht der Aktiv-Region sei das Projekt nicht nur wegen des Themas Nachhaltigkeit unterstützenswert, sagte Möller. Damit verbinde sich auch die Hoffnung, Dersau wieder etwas zu beleben, nachdem viel Infrastruktur weggebrochen sei.

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