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Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 19:02 Uhr

Geld für Familienzentren und Tafeln

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Kreis Plön schüttete 55 000 Euro aus Gewinnen der Förde Sparkasse für die Familienzentren und die Tafeln im Kreisgebiet aus

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erstellt am 04.Feb.2016 | 17:40 Uhr

Der Kreis Plön hat erstmals seit 2011 wieder Gewinnanteile aus dem Jahresüberschuss der Förde Sparkasse erhalten – und zeigte sich nach einem einstimmigen Beschluss des Kreistages spendabel: so freuen sich die im Kreis Plön ansässigen Tafeln über Zuwendungen in Höhe von 30  000 Euro und die Familienzentren über 25  000 Euro. Die stellvertretende Kreispräsidentin Helga Hohnheit und Landrätin Stephanie Ladwig übergaben das Geld gemeinsam.

Helga Hohnheit erinnerte am Donnerstag in einer kleinen Feierstunde daran, dass der Kreis Plön ein Konsolidierungskreis mit einem engen Finanzkorsett ist. Doch Familienzentren und Tafeln erfüllten wichtige gesellschaftliche Aufgaben. Hohnheit: „Die Integration von Flüchtlingen ist dabei eine große Aufgabe.“ Die Tafeln seien der Indikator für das soziale Gleichgewicht in der Gesellschaft: „Hier wird erkannt, wie sich Armut entwickelt“, sagte Hohnheit. Leider gelinge es dem Staat nicht, Bedürftige mit dem Nötigsten zu versorgen. Mit der Zuwendung zeige der Kreis Plön, dass ihm die Arbeit der vielen Ehrenamtler sehr wichtig sei.

Der Plöner Kreistag hatte in seiner Dezember-Sitzung einstimmig beschlossen, die im Kreis ansässigen Tafeln mit 30  000 Euro und die Familienzentren mit 25  000 Euro zu unterstützen. Die Plöner Tafel, die gleichzeitig Trägerin der Lütjenburger Tafel ist und darüber hinaus Ausgabestellen in Ascheberg und Wankendorf unterhält, bekommt 15  000 Euro. Die Preetzer und Schönberger Tafel freuen sich über jeweils 7500 Euro. Die Familienzentren Preetz, Plön, Lütjenburg, Probstei/Schrevenborn und Bokhorst/Wankendorf erhalten jeweils 5000 Euro. Die Familienzentren stellen niedrigschwellige Angebote zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und mit verschiedenen Bedürfnissen bereit mit dem Ziel, Bildung, Erziehung und Betreuung als Aufgaben der Kindertagesstätten mit Angeboten der Beratung und Hilfe für Familien zusammenzuführen.

Die Familienzentren wollen mit dem Geld in Zusammenarbeit mit den Kitas Veranstaltungen für Eltern aber auch Elternschulkurse für die Elternbildung anbieten. In Plön könnte ein Treff für Alleinerziehende entstehen und das DRK in Wankendorf sieht großen Bedarf am Elterntraining. Der Familientreffpunkt des SOS-Kinderdorfes benötigt das Geld für Gruppenangebote mit dem Schwerpunkt sozial benachteiligter Familien. Es sind aber auch größere Räume und ein Treffpunkt für Schwangere nötig.

Die Plöner Tafel mit derzeit 750 Kunden platzt aus allen Nähten, berichtete Roswitha Soltau. 35 Prozent der dortigen Kunden seien Flüchtlinge. Das Geld werde zum Bau eines Unterstandes für die Kunden benötigt, damit sie vor der Tafel bei der Abholung nicht im Regen stehen, oder für eine Heizung bei der Lütjenburger Tafel. „Außerdem suchen wir neue Räumlichkeiten, weil wir an unsere Grenzen stoßen“, sagte Roswitha Soltau. Die Schönberger Tafel schafft von dem Geld vier neue Kühlschränke an. Der Anteil der versorgten Flüchtlinge beträgt dort etwa 70 Prozent, sagte Susanne Neumann. Bei 70 Prozent aller Kunden liegt auch bei der Preetzer Tafel der Anteil der Flüchtlinge. Dort werden vom Geld die Hygienevorschriften umgesetzt und die Räume gefliest.

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