Geld für Fahrbücherei und Erna

In der Liste der Projekte, die Geld von der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz bekommen, stehen zwei Eutiner Vorhaben

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28. März 2018, 18:42 Uhr

Der Vorstand der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz hat vergangene Woche dem Projekt „Fahrbücherei im Kreis Plön – Fit für die Zukunft“ 15 240 Euro bewilligt. Die Aktivregion Ostseeküste habe beschlossen, das Vorhaben mit der gleichen Summe zu unterstützen, erklärte Kreisdenkmalpflegerin Silke Hunzinger. In der vom Vorsitzenden Joachim Schmidt und Regionalmanager Günter Möller geleiteten Sitzung erläuterte sie, dass es nicht um die Ersatzbeschaffung des Busses gehe, sondern um dessen verbesserte technische Ausstattung. Vorgesehen ist, im Eingang einen Rollstuhllift zu integrieren, den Innenraum behindertengerecht auszugestalten, die Internetverbindung zu optimieren, einen Beamer mit Leinwand für einen kleinen Veranstaltungsraum anzuschaffen und den Bus mit neuen Achsen zu versehen.

40 336 Euro soll der Kreis Plön erhalten für ein „Entwicklungskonzept für eine umweltverträgliche Attraktivierung und nachhaltige Qualitätssicherung des Wasserwanderweges Schwentine“, kurz Kanukonzept. Das sind 80 Prozent der förderfähigen Kosten. „Das Projekt wird von vielen Partnern getragen, wir haben eine gute Resonanz von den Kommunen erhalten“, sagte Beatrice Siemons vom Amt für Tourismusförderung und Mobilität. Es gehe um die Verbesserung der Infrastruktur für Wasserwanderer, die Schaffung weiterer Rast- und Übernachtungsplätze und die Erneuerung von Stegen. Das Konzept hatte der Kreis Plön Ende 2006 erarbeitet. Maßnahmen wurden umgesetzt. Nach mehr als zehn Jahren seien Teile der Infrastruktur jetzt abgängig. An der Finanzierung sind die Anrainer-Kommunen je nach Einwohner- und Überachtungszahlen beteiligt.

Der Eutiner Verein Erlebnis Natur (Erna) bekommt rund 32 067 Euro und damit eine höhere Fördersumme als ursprünglich beantragt für den Bau seines Erna-Erlebnishauses am Eutiner Tierheim. Grund für den neuen Antrag sei das lange Warten auf die Baugenehmigung, wie der Vereinsvorsitzende Dr. Werner Sach erläuterte. „Die Stadt hat sich viel Zeit gelassen, jetzt ist die Baugenehmigung da“, stellte er fest.

Der LAG-Vorstand hatte im September 2016 entschieden, das Projekt mit rund 29 814 Euro zu fördern. Aus Gründen der Bauleitplanung, die der Träger nicht zu vertreten habe, konnte das Projekt bisher nicht an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) weitergeleitet werden, so Möller. Die Fragen seien jetzt geklärt. Laut Sach sind aber inzwischen die Kosten gestiegen, da das Haus Stein auf Stein gebaut werden soll. Er rechnet mit zusätzlich etwa 10 000 Euro.

Ebenfalls eine höhere Fördersumme fließt für das Projekt „Ostholstein – wir alle – auf dem Weg zur Inklusion“. Mit je 90 600 Euro beteiligen sich die Aktivregionen Wagrien-Fehmarn und Schwentine-Holsteinische Schweiz.

Die Erhöhung des Budgets sei notwendig, erläuterte Kerstin Meyer zu dem von der Stadt Eutin getragenen Projekt, um den qualifizierten Anbieter aus einer Ausschreibung mit der Umsetzung der Themen Inklusion und Barrierefreiheit beauftragen zu können.

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