Plön : Geld für die Zukunft

Im Raum des Weltladens wurde zusammen mit dem Team des Weltladens der Symbolische Scheck übergeben. Am Scheck (von links) Elisabeth Zastrow, Sabine Bruns und Ute Voß. Foto: Karl Hesse
Im Raum des Weltladens wurde zusammen mit dem Team des Weltladens der Symbolische Scheck übergeben. Am Scheck (von links) Elisabeth Zastrow, Sabine Bruns und Ute Voß. Foto: Karl Hesse

Die Frauen des Plöner Weltladens spendeten 3000 Euro für ein bisschen Hoffnung in Uganda.

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07. April 2011, 11:26 Uhr

Plön | Aus ihren Dörfern sind sie geflohen, um bewaffneten Viehdieben im Nordosten von Uganda im Raum Soroti zu entgehen. Seit etwa 20 Jahren können sie nicht zurückkehren, leben in Flüchtlingslagern mit gut 10 000 Menschen und haben keine Zukunft. Nur ihren christlichen Glauben und die Hoffnung.

Hier setzt die Hilfe der Frauen aus dem Plöner Weltladen an. Mit Spenden aus den Erlösen sowohl des Weltladens als auch aus Kirchen-Café und Stadtfest unterstützt man in zwei Flüchtlingslagern (Ngarian und Magoro) im Raum Soroti die Ausbildung junger Menschen. Dabei werden die direkten Drähte aus der Kirchengemeinde Lütjenburg zum Kirchenkreis Soroti genutzt.

Anlässlich einer neuerlichen Spendenübergabe für das Projekt waren Sabine Bruns und Ute Voß von der Kirchengemeinde Lütjenburg nach Plön ins Gemeindehaus gekommen, um von der Verwendung der letzten Spende in Höhe von 2 000 Euro zu berichten. Mit dem Geld werden Nähmaschinen gekauft, Lehrer bezahlt, Ausbildungsräume beschafft sowie Maurer und Tischler ausgebildet.

"Alles erfolgt mit bescheidensten Mitteln". Um Stoff zu sparen, werde das Nähen und Schneidern an Stoffresten und Säcken geübt, berichtete Sabine Bruns. Es gebe im Grunde in den Flüchtlingslagern nichts. Hilfe von außen gebe es erst dann, wenn Menschen verhungerten.

Mit dem, was sie gelernt hätten, könnten die Schneiderinnen, Tischler und Maurer noch wenig anfangen, da die Möglichkeiten zum Verkauf der Produkte und der Arbeit in Soroti (etwa 45 000 Einwohner, vier Autostunden von den Flüchtlingslagern entfernt) noch fehlten. Dennoch sei die Ausbildung ganz wichtig.

Bisher wurden 27 Näherinnen, 17 Tischler und zehn Maurer ausgebildet. Nun freue man sich, so Sabine Bruns, dass die ugandische Regierung erstmals diese Flüchtlingslager wahrnehme und für einen Werkstattbau spende. Die Frauen des Weltladenteams um Elisabeth Zastrow freuten sich, dass die bisherigen Spenden im Laufe der Jahre soviel bewirkt hätten.

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