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Stegsanierung der Plöner Segler : Gehört Bauschutt ans Seeufer?

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Plöner Seglerverein hat durch eine Baufirma mit Bauschutt belastetes Baggergut aus dem See direkt ans Ufer kippen lassen

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erstellt am 08.Mai.2014 | 04:30 Uhr

Die Sanierungsarbeiten an der Steganlage des Plöner Seglervereins (PSV) gehen gut voran – allerdings mit einem faden Beigeschmack. Seit ein paar Tagen „ziert“ wenig einladend Bauschutt den Uferstreifen direkt am Strandweg. Wie Bürgermeister Jens Paustian gestern dem OHA sagte, ist das neue Bild am Strandweg auch bereits Thema bei den zuständigen Behörden.

In der Tat: Reste von Mauern, große und kleine Brocken und Platten aus Zement aber auch Reste von Fliesen befestigen jetzt die Böschung am Strandweg zusätzlich. Darunter versteckt liegen die dicken Findlinge, die einst dafür ans Ufer gesetzt wurden.

„Die Angelegenheit ist in Arbeit“, versprach Jens Paustian. Die Stadt habe bereits selbst davon Kenntnis genommen. Nach Angaben des Plöner Bürgermeisters ist jedoch das Land Eigentümer der betroffenen Fläche.

Wie Dr. Ulrich Fehlberg, Vorsitzender des Plöner Seglervereins, gestern dem OHA sagte, ist der Bauschutt bei Baggerarbeiten im Wasserbereich der Steganlage zutage getreten. Er sei vom Bauschutt und der Menge sehr überrascht worden. Offensichtlich war das Material früher einmal als Uferbefestigung an den Großen Plöner See vor die jetzt zu sanierende Steganlage geschüttet worden. Der jetzt sichtbare Bauschutt sei wohl der Rest eines Fußgängertunnels unter der Bahn der durch 30 Jahre Wellenschlag als Uferbestigung in den See abgetragen wurde.

„Wir haben hier schon so einiges entsorgt“, sagte Fehlberg. Entdeckt worden seien sogar Grabsteine vom benachbarten Friedhof. „Die Grabplatten haben wir nur mit der Schrift nach unten umgedreht und liegen lassen“, berichtete Fehlberg weiter. „Die Baumaßnahme ist mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Stadt Plön in einer Ortsbesichtigung abgestimmt worden“, beruhigte Fehlberg. Durch die Bergung des Bauschutts aus dem Großen Plöner See habe der PSV der Stadt Plön einiges an Arbeit abgenommen. Er forderte die Stadt Plön auf, bald den Bauschutt aus der Böschung zu nehmen und zu entsorgen.

Auch das Abholzen der großen Erlen vor der Steganlage ist nach Darstellung des PSV-Vorsitzenden mit den Behörden abgesprochen. Die Erlen würden wieder ausschlagen. Außerdem würden von den Seglern neue Weidensprossen ins Ufer gesteckt, die wieder anwachsen und für Festigkeit sorgen. Die Sanierungsarbeiten werden in etwa drei Wochen abgeschlossen sein.


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