zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 10:19 Uhr

Gegner sind irritiert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bosauer Initiative kritisiert neue Pläne für das Seniorenprojekt Uhlenbusch

von
erstellt am 21.Nov.2014 | 11:08 Uhr

Der Bauausschuss, der Montag (24. November) um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Liensfeld tagt, berät einen Bebauungsplan für das Seniorenprojekt Uhlenbusch. Die vorliegenden Entwürfe hätten allerdings in wesentlichen Teilen nichts mit dem zu tun, was anfangs von den Investoren vorgestellt worden sei, schreibt Christina Vadersen-Marohn. Die Bürgerinitiative gegen das Seniorenprojekt sehe sich in ihren Befürchtungen bestätigt.

Vorgestellt worden sei eine Bebauung mit kleinen, geduckten, eingeschossigen Häusern mit Gründach. In den neuen Plänen sei eine Genehmigung von bis zu zehn Meter hohen Gruppengebäuden und bis zu acht Meter hohen Wohnhäusern enthalten; angesichts der teilweise vorhandenen Hanglage würden dadurch unverhältnismäßig große Gebäude möglich. In dem B-Planentwurf sprächen die Uhlenbusch-Betreiber sogar von einem „Gesundheitshotel“.

Anders als früher gesagt sollen einzelne Gebäude doch verkauft werden können. Wer wolle den Käufern dann noch vorschreiben, wie sie ihr Eigentum zu nutzen haben?

Die Prognose zur Bauentwicklung lasse eine Dauerbaustelle mit entsprechenden Emissionen über Jahre hinweg zu. Und irritiert sei die Bürgerinitiative über den Umgang mit einem archäologischen Denkmal, eine vorgeschichtliche Steinkammer.

Kein Verständnis habe die Bürgerinitiative auch dafür, dass kritische Stellungnahmen einfach in den Wind geschlagen würden. Der Naturschutzbund (Nabu) kritisiere das geplante Seniorendorf, weil Bosau nicht die nötige Infrastruktur habe. Der Zweckverband Ostholstein (ZVO) warne, dass eventuell das vorhande Netz verstärkt werden müsse. Die Kosten dafür hätten alle Gebührenzahler zu tragen, stellt Vadersen-Marohn fest. Inzwischen räume sogar der Planer der Investoren ein, dass das Projekt mit Aufhebung ehemaliger Bauflächen aus dem B-Plan der Gemeinde für eine Zersiedelung des Ortes sorge. Selbst die Staatskanzlei in Kiel habe deshalb Bedenken geäußert,.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen