Gegenwind für Windkraft

29 Einsprüche / Schneider gründet Bürgerinitiative

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28. Mai 2015, 11:52 Uhr

Die Pläne über den Bau von fünf Windkraftanlagen am Hassendorfer Dreieck erhalten Gegenwind. Bis zum Ende der Auslegungsfrist gab es insgesamt 29 Einsprüche, sagte Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt gestern dem OHA. Und der Bosauer FDP-Gemeindevertreter Ernst-Günther Schneide brachte gestern die Gründung einer Bürgerinitiative „Gegenwind“ voran.

Dabei lobte Schneider die beiden Thürker Cornelia Friedrichs und Bernd Junghans als mutige, naturliebende Bürger. Sie hätten der FDP-Initiative ordentlich Rückenwind verschafft. Schneider: „Die FDP hat zu den Windkraftplänen in der Gemeinde Bosau eine in sich geschlossene Meinung.“ Doch seine Ankündigung, gemeinsam mit Dr. Hans-Joachim Rincke eine Bürgerinitiative „Bosauer Gegenwind“ zu gründen, dementierte Rinke wenig später: „Im Geiste bin ich bei der Initiative, aber beitreten oder gar gründen werde ich diese nicht.“

Ziel ist es, so Schneider, bei nächster politischer Gelegenheit in der Sache „Windräder“ eine Namensliste der Gegner beim Bürgermeister sowie CDU, SPD und Grünen vorzulegen. Das könnte schön am Mittwoch, dem 17. Juni, sein. Dann tagt um 19 Uhr der gemeindliche Bauausschuss unter den Vorsitz von Eberhard Rauch (CDU) im Musikraum der Heinrich-Harms-Schule und wird sich der Einsprüche gegen die Pläne annehmen. Bis dahin hofft Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt auf Antwort eine Schreibens an die Landesplanung zum Verfahren.

Für die FDP bezog Ernst-Günther Schneider deutlich Stellung: „Wir wollen diese fünf Riesen von 200 Meter Höhe im Abstand von nur 400 Meter zum nächsten Wohnhaus nicht haben.“ Er fürchtet einen landschaftszerreißenden und landschaftszerstörenden Anblick im „Herzen der Holsteinischen Schweiz“. Die Gemeinde Bosau solle den nachfolgenden Generationen dieses „Kulturerbe“ ersparen.  

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