Eutin : Gegen schnelles Fahren am Eutiner „Priwall“

Fachleute nahmen eine Verkehrssituation in Eutin unter die Lupe.
Fachleute nahmen eine Verkehrssituation in Eutin unter die Lupe.

Klagen der Anwohner mit Handicap über die Verkehrssituation griff Eutins Bürgermeister Carsten Behnk auf.

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09. Oktober 2016, 15:52 Uhr

Klagen der Anwohner mit Handicap über die Verkehrssituation an der Einfahrt Bürgermeister-Steenbock-Straße/Am Priwall griff Eutins Bürgermeister Carsten Behnk auf. Kürzlich lud er dort Vertretern von Verkehrs- und Ordnungsbehörden des Landes, des Kreises und der Stadt ein, gemeinsam mit der Leitung des gemeinnützigen Unternehmens „Die Ostholsteiner“ die Verkehrssituation zu begutachten.

Viele Autofahrer seien viel zu schnell unterwegs und erschwerten den Bewohnern mit Beeinträchtigungen der Einrichtung „Haus Am Priwall“ das Überqueren der vielbefahrenen Straße, berichteten Geschäftsführer Reinhard Sohns von „Die Ostholsteiner“ sowie Einrichtungsleiter vor Ort Frank Lunau. Ihre Sorgen hatten die Betroffenen bei der von Stadt Eutin und Lebenshilfe organisierten Veranstaltung „Happy City“ Ende des vergangenen Jahres im Eutiner Kreishaus vorgetragen. Hier diskutierten Experten und Bürger gemeinsam Konzepte für ein barrierearmes Eutin.

Bürgermeister Carsten Behnk hatte das Thema aufgegriffen und sich gemeinsam mit Behördenvertretern vor Ort ein Bild gemacht. Die Experten von Polizei, Ordnungsamt, Straßenbauverwaltung, Ordnungsbereich der Stadt, ADFC und Kreisverkehrsbehörde diskutierten direkt vor Ort Möglichkeiten, die Situation an der verkehrsreichen Kreuzung zu entschärfen. „Wir möchten gerne etwas für die schwächsten Verkehrsteilnehmer erreichen. Im Dialog mit allen Behördenvertretern geht das am besten“, so Bürgermeister Behnk nach dem Ortstermin.

Im Ergebnis wollen die Behörden jetzt eine punktuelle Geschwindigkeitsreduzierung an der Kreuzung prüfen. Außerdem wird der Einsatz einer sogenannten „Schikane“ (eine Barriere; z. B. ein Betonring) am Ende der langen Bushaltestelle geprüft, die viele Autofahrer vor Ort als Rechtsabbiegerspur nutzen.

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