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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 21:08 Uhr

Neustadt : Gefahren auf den Meeren vorbeugen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zum ersten Mal hat die Bundespolizei See in Neustadt einen Workshop für Weltumsegler organisiert. Das Thema: Wie lässt sich die Gefahr von Piraterie minimieren?

Einmal um die Welt segeln – für viele Menschen ein Lebenstraum. Doch dieser kann schnell zum Albtraum werden: Denn Piraten bedrohen nicht nur Handelsschiffe, sondern auch Hobby-Segler werden immer wieder zum Ziel krimineller Übergriffe.

Am vergangenen Wochenende informierte die Bundespolizei in Neustadt über die Gefahren auf den Sieben Weltmeeren. Zu diesem ersten Piraterie-Workshop für Weltumsegler hatten sich 40 Segler aus dem gesamten Bundesgebiet angemeldet. Denn: „Insbesondere aufgrund der geringen Geschwindigkeit und des niedrigen Freibord stellen Segelboote ein lukratives Ziel für Straftäter dar“, sagt Matthias Menge vom Direktionsbereich Bundespolizei See in Bad Bramstedt.

Im Rahmen des Workshops des Piraterie-Präventionszentrums der Bundespolizei in Neustadt wurden den Teilnehmer speziell auf die individuellen Bedürfnisse von Seglern zugeschnittene Informationen und Handlungsempfehlungen vermittelt – darunter ging es auch um die Gefahrenabwehr. Denn während beispielsweise Handelsschiffe ihre Reling mit Nato-Draht sichern, um ein Übersteigen zu verhindern, müssten Segler andere Maßnahmen ergreifen, so Menge und betont: „Wir raten aber von einer Bewaffnung ab.“ Damit die Piraten nichts von den Tricks und Kniffen des Seminars erfahren, war das Info-Wochenende nicht öffentlich.

Im dem Pilotprojekt für die „Blauwassersegler“ gaben die Experten aber nicht nur Tipps rund um die Gefahrenabwehr. Ein Hauptaugenmerk lag auch auf den physischen psychologischen Belastungen im Falle eines Überfalls – oder auch einer Geiselnahme, so Menge.

Nach wie vor seien die Schifffahrtsrouten am Horn von Afrika, am Golf von Guinea und in Südostasien am intensivsten durch Piraterie bedroht, sagt Menge. Insofern sei die Bundespolizei im Rahmen des Seminars auch an den Erfahrungen der Weltumseglern interessiert gewesen.

Am Ende des Erfahrungsaustausches konnte festgestellt werden, dass das Segeln auch in anderen Teilen der Welt nicht gefährlicher als in heimischen Gewässer sein muss, wenn man die wesentlichsten Verhaltenshinweise zur Prävention vor Straftaten beachtet, so Menge. „Der Bedarf nach so einem Workshop scheint groß zu sein“, sagt Menge. Die Bundespolizei plant bereits eine Neuauflage.







 

 

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erstellt am 11.Mär.2015 | 15:00 Uhr

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