stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender in Eutin : Gedankenaustausch zur Flüchtlingskrise mit Ralf Stegner

Ralf Stegner zeigte Verständnis für die Situation der Ehrenamtlichen und warb für die Integration von Flüchtlingen.
Ralf Stegner zeigte Verständnis für die Situation der Ehrenamtlichen und warb für die Integration von Flüchtlingen.

shz.de von
30. Januar 2016, 06:01 Uhr

Wie kann Integration gelingen? Ralf Stegner, stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender und Vorsitzender der SPD Schleswig-Holstein, war gestern auf Einladung der ostholsteinischen Bundestagsabgeordneten Regina Poersch (SPD) nach Eutin gekommen, um mit Ehrenamtlichen zu sprechen, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind.

Der Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen drehte sich schnell um Themen wie Bildung und soziale Gerechtigkeit. Kirchenvertreter warnten in Sachen Wohnungsfrage vor sozialem Sprengstoff. Je mehr Flüchtlinge kommen, desto höher sei die Konkurrenz auf dem Markt für günstigen Wohnraum, sagte Pastorin Maren Löffelmacher. Stegner zeigte Verständnis für dieses Problem, mahnte in Sachen Unterbringung der Flüchtlinge jedoch: „Die Eutiner Stadtverwaltung wäre klug beraten, die Menschen mit in ihre Planungen einzubinden.“

Ein weiteres Thema war der Mangel an Lehrkräften für junge Flüchtlinge und die teilweise zu großen Klassen, in denen Deutsch gelernt wird. Und: Das Bildungsniveau sei zu unterschiedlich, viele würden auf der Strecke bleiben. „Die Salafisten warten nur darauf, diese Entmutigten zu vereinnahmen“, sagte Annegret Klein. Stegner verwies darauf, dass die Politik bereits viel in Bildung investiere. „Aber Sie haben recht: Es reicht hinten und vorne nicht.“ Stegner machte bei seiner Stippvisite in Eutin aber auch deutlich: „Diese Schwierigkeiten werden uns noch lange begleiten.“ Die Lösung der Probleme müsse „mit Hand und Herz“ erfolgen.

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