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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 09:45 Uhr

Geburtshilfe in Oldenburg ohne Chance

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sana-Chef hat Schließung unumkehrbar genannt

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 12:33 Uhr

Die Sana-Kliniken werden an der Entscheidung, die Geburtshilfe in Eutin zu konzentrieren und die Station in Oldenburg zu schließen, nicht mehr rütteln. Das hat Geschäftsführer Dr. Stefan Puke vergangene Woche im Sozialausschuss des Kreistages bekräftigt.

Dr. Puke begründete die für 1. August geplante Schließung mit den hohen Qualitätsforderungen, die an jede Geburtshilfe in Deutschland gestellt würden und in Oldenburg nicht mehr erfüllt werden könnten. „Wir haben die medizinische Verantwortung und müssen für die Sicherheit von Mutter und Kind Sorge tragen. Deswegen steht die Entscheidung, die Geburtshilfe in Eutin zu bündeln, fest. Dort können die medizinischen Voraussetzungen vollumfänglich erfüllt werden.“

Die Sana-Klinik Eutin habe ein Perinatalzentrum mit rund um die Uhr bereit stehenden Hebammen, Ärzten und Kinderärzten. Sollte bei einer Geburt etwas passieren, gebe es eine Frühchen-Intensivstation.

Begleitet werde die Standortentscheidung durch mehrere Maßnahmen, die jüngst mit Beteiligten vereinbart worden seien. Dazu zählten Pflicht-Schulungen sowie Hospitationen im Kreißsaal für Ärzte und Assistenten im Rettungsdienst, außerdem eine Telefonbereitschaft von Fachleuten in der Klinik.

Der Ärztliche Leiter des Rettungsdienst, Per Knacke, sagte: „Der Rettungsdienst im Kreis Ostholstein ist bestens aufgestellt. Wir haben eine hohe Notarztdichte, und es freut mich, dass wir durch die verpflichtende Schulung auf den seltenen geburtshilflichen Notfall noch besser vorbereitet sein werden.“

Zu den Reaktionen im politischen Raum gehörte Bedauern mit der Bereitschaft, das Kommende hinzunehmen, wie es Gabriele Braune von den Grünen erkennen ließ. Die FDP und auch die SPD-Frauen kritisierten die Leitung der Sana-Klinik: Sie habe nicht ernsthaft versucht, einen anderen Weg als eine Schließung in Oldenburg zu suchen.

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