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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 09:18 Uhr

Eutin : Gartenschau im Winterschlaf

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Arbeiten für die Landesgartenschau 2016 ruhen. Am 4. Januar wird es weitergehen.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2015 | 19:30 Uhr

Es wird. Bevor bei der Landesgartenschau die Weihnachtspause beginnt, haben die Mitarbeiter und Partnerfirmen noch einmal kräftig rangeklotzt. Im Süduferpark sind erste Flächen der Haus- und Kulturgärten gestaltet worden. Die Arbeiten ruhen bis zum 4. Januar.

Im Süduferpark zwischen Oldenburger Landstraße, Schlossgarten und Großem Eutiner See zeigen erste Gärten ihr Gesicht. In den elf Hausgärten schwappen Pfützen in Setzkästen, Holzstege und Pergolen triefen vor Nässe. Stephanie Bolz stört das nicht. Sie sagt zuversichtlich: „Es wird auch wieder trocken.“ Die Projektleiterin für den Bereich Ausstellungen weist stolz auf die schon fertige Freilichtbühne im Gartenareal hin. Nur der Bewuchs fehlt noch.

Steinelemente sind die erste Zierde eines anderen Gartens. Der lockt mit frisch gesetztem Dauergrün. Ein Lichtblick in der nass-grauen Lehmwüste, die sich um den Forsthof herum erstreckt. Der geschwungene Weg ist schon gepflastert. Am Rande flattern Absperrbänder im Wind.

Die Hausgärten werden von 14 Garten- und Landschaftsbauern erschaffen, die damit Fachwissen und Visitenkarte hinterlassen. Die Mustergärten sind nur eine der vielfältigen Flächen, die im Süduferpark Möglichkeiten der Garten- und Lebensraumgestaltung bieten.

In Richtung Pulverbeck begrenzen Klimawandelbäume das Gelände. Die Flügelnuss, besondere Linden- und Eichenarten und der Blauglockenbaum stehen dort. Sie könnten eines Tages die Straßen in Deutschland schmücken, erweisen sie sich robuster als der bisher gängige Randbestand. „Unsere Straßenbäume haben Stress“, erklärt Bolz.

In Sichtweite stehen bereits die Obstbäume. Die Waldgärten und der Streichelzoo sind Bolz zufolge in Arbeit. Im ersten der von Studenten entworfenen Kulturgärten leuchtet verzagt der Birkenhain, der den desillusionierten Hauptfiguren von Maxim Gorkis „Sommergästen“ (Dichtung von Anton Tchechow) zur Bühne gereichen mag.

Im Bauhofareal kurz vor der Opernscheune sind beide Torhäuser frisch mit Reet gedeckt. Um sie herum ragt stumpf der graue Bauzaun samt Dixieklo und Hinweisschildern in die Höhe.

Stolz ist Bolz auf ihren Naturgarten. Der Blick bleibt am frisch geschaffenen Amphibienteich hängen. Die nahe bei errichtete Steinwand lässt schon in der Sonne dösende Reptilien erahnen – wenn Sommersonne die Südseite des Walls erhitzt.

Wer ab dem 28. April den Haupteingang an der Oldenburger Landstraße benutzen möchte, den wird der vielseitige Süduferpark umfangen. Bis er die Gäste grün und farbenfroh begrüßen kann, bleibt vieles zu tun. Aber es wird.

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