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Eutin : „Gartenschau für die ganze Familie“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt erläutert die Planungen, wie Kinder bei der Landesgartenschau ihren Spaß finden sollen.

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2015 | 05:30 Uhr

Kettenreusen zum Hindurchklettern, futuristische Baumhäuser und ganz neue Wege, um Eutins Lage am Wasser zu erleben – das sind nur einige Höhepunkte, die Besucher der Landesgartenschau in etwas mehr als einem Jahr erleben werden. Bernd Rubelt, LGS-Geschäftsführer, ist diese Klarstellung wichtig: „Wir sind keine Gartenschau nur für ‚50plus‘, wir wollen offen sein für alle Menschen, die schöne Tage in einer schönen Landschaft verbringen wollen.“

Ein großes Thema, um genau dieses Kriterium zu erfüllen – das Offen Sein für alle – ist die Barrierefreiheit und Familienfreundlichkeit. Beides, so Rubelt, werde bei der LGS groß geschrieben und mitgeplant. Natürlich gebe es auch kleine verschlungene Wege im Seepark, die eine gegenseitige Rücksichtnahme erfordern, wenn sich Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer begegnen, aber im Großen und Ganzen werde insbesondere bei den Oberflächen darauf geachtet, dass sie problemlos passierbar sind.

Wie kinderfreundlich ist die Landesgartenschau? Rubelt: „Seit mehr als drei Jahren reden wir davon, den Seepark attraktiver gestalten zu wollen. Und ich denke, das ist uns mit der Planung jetzt, bei der die LGS nur ein Impuls ist, wirklich gelungen.“ Gab es bisher im Seepark nur einen Spielplatz mit Schaukel, Wippe, Wackelbalken und Sandkiste, sind derzeit zwei große „Spielbänder“ geplant. So wird es eine langgezogene Spielfläche – oder wie die Planer sagen „ein Spielband“ – von der Stadtbucht her beginnend am Heinrich-Lüth-Weg entlang geben. Vorn mit Blick auf die Stadtbucht soll ein extra Kleinkind-Spielplatz entstehen, dahinter in langgezogenen Bereichen – die nur von Staudenpflanzungen und Sitzgelegenheiten unterbrochen sind – Spielgeräte für jedes Alter: von der Schaukel über Schach-, Boule- und Tischtennismöglichkeiten bis zu „Fitness-Geräten“ auch für Große.

An einer Idee aus dem Workshop mit Kindern und Jugendlichen wird gerade gefeilt. Rubelt: „Sie wünschten sich ganz klar einen Erlebnisspielplatz mit Schiff wie in Scharbeutz. Da sind wir gerade dran.“

Der zweite große Spielbereich im Seepark ist unweit des künftigen Aktionsstrands geplant. „Wir schaffen hier eine grandiose Spiellandschaft“, sagt Rubelt. Hier soll ein Wackelwald entstehen, der in sich schwingt, zum Balancieren unter Bäumen. Durch futuristische Baumhäuser und Kettenreusen darf geklettert und in großen Hängematten mit Blick auf den See entspannt werden. „Außerdem gibt es hier noch ein Sand- und ein Basketballspielfeld“, sagt Rubelt. Für ausreichend Fahrradplätze und einen ebenen Zugang sei gesorgt. Rubelt: „Derzeit prüft ein Spielplatz-Ingenieur, wie die Anlage in Bezug auf alle Sicherheitskriterien umsetzbar ist, und dann kann es losgehen.“

Das große Ziel der LGS-Planer sei, dass den Kindern viel Körperwahrnehmung ermöglicht wird. „Sie sollen sich ausprobieren können, im Bach spielen, Natur erleben“, sagt Rubelt.

Im Bach spielen können Interessierte – nicht nur Kinder – tatsächlich, denn im Südpark wird der Lindenbruchgraben geöffnet, um ein Stück der Entwässerung zu zeigen. „Damit das ‚Hüpfen‘ über das Wasser möglich wird, werden dort Betonblöcke als eine Art Stufenanlage hinunter und auch durch führen“, erklärt Rubelt. Neben dem Lindenbruchredder und dem künftigen großen Eingangsbereich wird es eine Natur-Erlebniswiese geben, auf der sich zahlreiche Verbände und Vereine zeigen werden, unter anderem Imker und Wasser-Otter-Mensch, wie Rubelt bestätigt. Auch auf der späteren Streuobstwiese, unweit des Alten Forsthofes, soll es eine Spielanlage zum Klettern und Schaukeln geben, die – so die Hoffnung des LGS-Geschäftsführers – auch nach der LGS noch Bestand hat. Rubelt: „Die könnte dann prima vom Betreiber des geplanten Wohnmobilstellplatzes mitgenutzt werden, auch das wäre eine Qualitätsaufwertung.“ Vieles, so Bernd Rubelt ist gerade bei den Spielgeräten als Daueranlage geplant und müsse deshalb die Kriterien erfüllen, mindestens 25 Jahre bestehen zu können. Für die temporäre Nutzung und Belebung des Küchengartens, „der Natur für die Familie ja auch auf eine ganz neue Weise erlebbar machen soll als ‚essbarere Garten‘“, wünscht sich Rubelt auch nach der LGS eine Lösung zur weiteren Nutzung. „Das ist einfach einmalig, was wir hier haben. Gerade in der heutigen Zeit, in der das Essen für viele nur noch aus dem Kühlschrank kommt, sind Ideen wie das grüne Klassenzimmer einfach Gold wert.“

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