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„Gartenschau-Besucher durch die Stadt lenken“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 13:42 Uhr

Nach dem jüngsten, dritten Bürgerforum zur Landesgartenschau sehen sich die Eutiner Grünen in zentralen Punkten in ihren Forderungen bestätigt. Sie würden diese Anliegen in den Diskussionen im Hauptausschuss vertreten, kündigte die Fraktionsvorsitzende Monika Obieray an.

Der mobile Individualverkehr, also die Anreise mit Pkw und Bus, sei logistisch schon gut durchgeplant und könne funktionieren, ohne dass die Innenstadt übermäßig belastet werde. Aber es mache keinen Sinn, dass Gäste, die mit Bahn oder Bussen kommen, am Bahnhof „abgefangen“ und mit einem Shuttle-Bus zum Südeingang gefahren werden. Eutin müsse ein großes Interesse daran haben, dass möglichst viele Menschen den Weg durch die Stadt nehmen, damit die LGS-Besucher nicht an Geschäften und Gastronomie der Innenstadt vorbei liefen. Dasselbe gelte für die Besucherlenkung aus der LGS heraus: Ein Ausgang am Rosengarten sollte eingerichtet werden, damit Besucher auch einen Abstecher in die Innenstadt machen, um am Nordeingang beim Schloss wieder in die Gartenschau zu gehen oder mit dem Shuttle zurück zu fahren. Hier bestehe aus grüner Sicht dringender Planungsbedarf.

Für die Shuttlebusse forderten die Grünen, dass Barrierefreiheit Bestandteil der Ausschreibung werde. Nur so könne sichergestellt werden, dass Menschen mit Gehhilfen und junge Familien mit Kinderwagen bequem den Bus nutzen können. Auch der Einsatz von Elektro-Bussen sollte geprüft werden.

Als Fair-Trade-Stadt sollte es für Eutin selbstverständlich sein, dass die Ausschreibung für die Gastronomie der LGS diese Anforderung enthalte, sagt Monika Obieray weiter. Aus Sicht der Grünen muss ebenso selbstverständlich sein, dass nur Mehrweggeschirr zum Einsatz komme, auf Einwegflaschen verzichtet und Packungsmüll auf ein Minimum reduziert werde.

Die Grünen sehen noch Klärungsbedarf, was die Erreichbarkeit der Sportstätten angeht. Vor allem für Kinder und Jugendliche sei der Kauf einer Dauereintrittskarte nicht zumutbar. Oberay: „Hier wünschen wir uns eine pragmatische Lösung, die gemeinsam mit den Eutiner Sportvereinen gefunden werden sollte.“

Von vielen Menschen sei während des Bürgerforums die Bitte geäußert worden, die Wege im Seepark nicht zu betonieren. Das sei auch von älteren Menschen gesagt worden, die überzeugt waren, dass man auf guten wassergebundenen Wegen problemlos gehen könne. Es wurde auch die Sorge geäußert, dass der moorige Untergrund im Seepark sehr schnell zu Schäden an Beton führen werde, Risse und Absenkungen dann ein Gefahrenpotenzial brächten. Für dieses Anliegen würden sich die Grünen weiterhin einsetzen.

Lob hatten die Grünen für die gute Organisation der bisherigen Bürgerforen. Nach dem 3. Forum könne man sagen, dass diese wichtige Form der Basisdemokratie funktioniere. Viele Menschen hätten sich eingebracht und seien auf einem guten Sachstand.

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