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Eutin : „Garten am frischen Wasser“ bekommt großen Altar

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fünf Freiwillige aus Sereetz bauen einen großen Altar. Er wird Zentrum des Gartens am frischen Wasser, das Projekt des Evangelischen Kirchenkreises zur Landesgartenschau.

„Das ist der Sereetzer Beitrag zur Landesgartenschau“, sagt Sönke Stein und lacht. Sonnabend morgen, auf dem Hof der Kirchenkreisverwaltung in der Schloßstraße: In einem Carport werken fünf Männer an großen Holzstücken. Die Teile werden geschliffen, gesägt oder mit dem Stechbeitel bearbeitet. Die fünf Handwerker sind aus Sereetz, ein Team der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde, deren Pastor Sönke Stein ist. Gemeinsam bauen sie einen riesigen Altar und ein Lesepult für den „Garten am frischen Wasser“, das kirchliche Projekt zur Landesgartenschau.

Das Holz, große Teile einer Pappel, hat Stein von der Seemannsschule in Travemünde bekommen, die zu seinem Pfarrbezirk gehört – eigentlich für sein Hobby, die Bildhauerei. „Die Stücke waren für meine künstlerische Arbeit zu groß, aber für den Garten hier in Eutin fand ich sie ideal.“

Das größte Teil ist eine 40 Zentimeter dicke Baumscheibe mit einem Durchmesser von 110 Zentimetern. Sie wird der Altartisch, getragen von drei Beinen. Daneben gibt es ein Lesepult, bei dem zwei Baumscheiben den Fuß und die Pultfläche bilden. „Das große Teil ist so schwer, dass man zum Heben vier Mann braucht,“ erzählt Sönke Stein.

Sonnabend wurden alle Holzteile, die nach Schätzung ng von Sönke Stein etwa ein Jahr lang im Freien gelegen haben, glattgeschliffen und Rindenreste beseitigt. Als nächster Arbeitsgang ist eine Versiegelung vorgesehen. „Eigentlich wollte ich ja Epoxidharz nehmen,“ verriet Pastor Stein, „aber nach fachkundiger Beratung in einem Baumarkt habe ich mich für Leinöl entschieden.“

Der Anstrich soll vor allem vor Wetter schützen und Rissen im Holz entgegen wirken, die angesichts der Größe sehr leicht entstehen könnten.

„Und wenn es reißt, ist das auch nicht schlimm. Schließlich soll in dem Garten auch das Wirken unseres Schöpfers sichtbar werden.“

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erstellt am 07.Mär.2016 | 16:00 Uhr

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