Gar nicht so verschieden

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Es ist liebgewonnene Tradition: Im Rahmen des bereits seit 13 Jahren stattfindenden Schüleraustauschs mit dem „Colegiul Samuel v. Brukenthal“, der deutschen Schule in Sibiu/Rumänien, besuchte eine 17-köpfige Schülergruppe in Begleitung ihrer Lehrerinnen Camelia Tudor und Julianne Rupelt jetzt die Carl-Maria-von-Weber-Schule Eutin.

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27. Juni 2014, 13:23 Uhr

Mit ihren Gästen aus Rumänien blieben die Eutiner aber nicht nur in Ostholstein. Unter dem Thema „Leben und Arbeiten an norddeutschen Wasserwegen“ konnten die Eutiner und rumänischen Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 gemeinsam einen Tag in Hamburg verbringen. Dort besuchten sie das Internationale Maritime Museum und stellten am Schiffsimulator ihre nautischen Fähigkeiten unter Beweis.

Und auf einer gemeinsamen Kanutour über den Kleinen Plöner See lernten sie die Natur des Schwentine-Wasserwanderweges kennen. Für die rumänischen Schüler war diese Form des „Wasserwandern“ vollkommen neu und fand große Begeisterung. „Wir mussten gegen den Wind ankämpfen und gleichzeitig im Takt bleiben. Das gelang uns, indem wir deutsche und rumänische Lieder sangen. Das war toll“, erklärten die Rumäninnen Diana Toader und Banca Muntean und ihre deutschen Partnerinnen Anna Venzke und Jette Rupprecht.

In Lübeck schließlich wurde das Leben und Arbeiten der Menschen der Hansestadt im historischen Kontext vermittelt, indem man das Holstentor-Museum sowie die alten Salzspeicher besuchte und einen Gang durch die Altstadt unternahm. Diese Eindrücke wurden durch ein aktuelles Bild des Lebens an den noch heute wirtschaftlich bedeutenden Wasserstraßen Trave und Elbe-Lübeck-Kanal auf einer Bootstour von Lübeck nach Travemünde ergänzt.

Aber auch den Eutiner Unterrichtsalltag konnten die Gäste erleben. Hier fiel ihnen vor allem die sehr moderne Ausstattung der Unterrichtsräume auf. Der Unterricht selber, so die Brukenthaler Schüler, unterscheide sich aber nicht grundlegend von dem in ihrer Heimatstadt Sibiu.

Deutsche wir Rumänen waren sich einig, dass das gemeinsame Public-Viewing des Auftaktspiels der deutschen Mannschaft gegen Portugal ein Höhepunkt des Besuchs war, für das die Schüler auf Zeit zum Shoppen in Lübeck verzichteten, um rechtzeitig zum Anpfiff wieder in Eutin zu sein und gemeinsam lautstark das deutsche Team anzufeuern.

Nachdem die zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten die Schüler aus beiden Ländern schnell zusammenwachsen lassen hatten, war der Abschied für beide Seiten schwer. Dabei war es allerdings ein Trost, dass es im Juni 2015 ein Wiedersehen geben wird, wenn die Eutiner zum Gegenbesuch nach Sibiu reisen.



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