Ostholstein : Gädechens und Gaarz führen CDU

Knapp 170 Mitglieder kamen am Sonnabend in Grömitz zusammen.
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Knapp 170 Mitglieder kamen am Sonnabend in Grömitz zusammen.

Gerd Feese aus Eutin ist neuer Beisitzer / Rolf-Rüdiger Forst fiel durch

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10. Februar 2018, 16:36 Uhr

Innerhalb von nur drei Stunden haben knapp 170 Mitglieder der CDU Ostholstein bei Kreisparteitag und Kreiswahlkonferenz in Grömitz am Sonnabend ihren Kreisvorstand gewählt und die Kreistagskandidaten nominiert. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens bleibt Kreisvorsitzender und der CDU-Fraktionschef im Kreistag, Timo Gaarz, führt die CDU auf Listenplatz eins in den Wahlkampf.

Bei den Wahlen gab es nahezu vollständige Übereinstimmung mit allen Vorschlägen des Kreisvorstandes. Lediglich bei den Beisitzern brachte der CDU-Ortsverband Eutin mit dem Vorschlag, auch den Ortsvorsitzenden Rolf-Rüdiger Forst zu wählen, etwas Unruhe ein. Den Mitgliedern reichte mit dem vom Kreisvorstand vorgeschlagenen Gerd Freese (116 Stimmen) offenbar ein Eutiner. Forst fiel als zehnter Vorschlag mit nur 43 Stimmen bei den Mitgliedern hinten herunter.

Ingo Gädechens freute sich, dass ein jahrelanges Defizit bei den Mitgliederzahlen einen erkennbar positiven Trend erhalten habe. Im Land liege die CDU in Ostholstein mit 1700 Mitgliedern auf Platz fünf. Mit Blick auf die Große Koalition in Berlin sagte Gädechens: „Die SPD war am Ende der letzten Wahlperiode mehr Konfrontations- als Koalitionspartner.“ SPD-Chef Schulz sei zu einer tragischen Figur geworden. Seine Glaubwürdigkeit zerrinne wie Butter in der Sonne. Und Ostholsteins SPD-Chef Burkhard Klinke träume immer noch von einem Erstarken der SPD indem er Uralt-Anträge kopiere und immer wieder auf die Tagesordnung setze.

Mit Blick nach Berlin äußerte Gädechens Unverständnis, warum die SPD das Finanzressort bekommen solle: „Hier liegt die Kernkompetenz ganz klar bei der CDU.“ Sechs Ministerien seien für die SPD, die bei der Bundestagswahl gerade mal 20 Prozent geholt habe, einfach zu viel.

Timo Gaarz lobte die vom Kreis angestrebte Gesundheitskonferenz zur Sana-Klinik und forderte ein Gesamtkonzept für Ostholstein. Die von wenig Sachkenntnis geprägte SPD schüre zu diesem wichtigen Thema lediglich Ängste. Gaarz: „Mit einer Rekommunalisierung werden die Probleme nicht auf Schlag beseitigt.“ Der inszenierte Eiertanz der SPD löse keine Probleme in Ostholstein, sagte der CDU-Fraktionschef Gaarz und verbreitete so etwas wie Wahlkampfstimmung in der Strandhalle.

Aber mit einem Wahlprogramm zur bevorstehenden Kommunalwahl rückte die CDU Ostholstein noch nicht heraus. Es soll um Anpacken gehen, um starke und handlungsfähige Kommunen, die die Herausforderungen der Zukunft meistern können, warf Gädechens in den Raum.

Ulrich Rüder habe sich bei landesweiten Treffen mit dem Wahlprogramm beschäftigt. Gädechens empfahl den CDU-Ortsverbänden „kurze, knackige Stichpunkte auf Papier“ und eine ausführliche Darstellung der jeweiligen Ziele im Internet. Die CDU Ostholstein werde das Programm zur Kommunalwahl zunächst mit den Kreistagskandidaten diskutieren und dann den Mitgliedern zur Abstimmung vorstellen.

Weil die Zahl der Einwohner des Kreises Ostholstein unter die Marke von 200 000 gerutscht sei, würden zur Kommunalwahl nur noch 23 Wahlkreise gebildet – zwei weniger als bisher. Dem Kreistag gehören laut Gesetz 49 Mitglieder an. Durch Überhangmandate sind es aktuell 59 Abgeordnete, 24 stellt die CDU. Der neue Kreistag soll ohne Überhangmandate 45 Sitze haben.

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