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Gädechens: Alle Zeichen stehen auf Bau der festen Beltquerung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 28.Apr.2015 | 18:22 Uhr

Die Entscheidung des dänischen Parlamentes zum Bau eines Belttunnels sowie die Aussagen der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Staatsbesuch in Kopenhagen (siehe Seite 1) wertet der ostholsteinische CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens als starkes Zeichen der Verbundenheit zum Verkehrsprojekt, zum Staatsvertrag und zur deutsch-dänischen Freundschaft. Dieses Zeichen passe indes nicht zu den Aussagen vereinzelter Projektgegner, sagt Gädechens und zählt seine ostholsteinische SPD-Kollegin Bettina Hagedorn dazu.

Nicht nur die Bundesregierung, auch der Bundestag unterstütze unverändert den Bau der Fehmarnbeltquerung mit einer überwältigenden Mehrheit, betonte Gädechens gestern in einer Reaktion auf den Staatsbesuch. Erst am 22. April habe der Verkehrsausschuss des Bundestages über einen Antrag der Grünen abgestimmt, die den Ausstieg aus dem Staatsvertrag gefordert hätten. CDU/CSU und SPD hätten diesen Antrag einstimmig abgelehnt. Gädechens: „Auch der Ausschussvorsitzende Martin Burkert, der Hagedorn in Ostholstein besucht hatte und sich kritisch über die Beltquerung äußerte, lehnte den Ausstieg ab. In der Sitzung des Verkehrsausschusses haben SPD-Politiker geäußert, dass die SPD nach wie vor das Projekt unterstütze – auch hier von einer kritischen Stimmung noch nicht einmal eine Spur.“

Wer jetzt noch argumentiere, die Beltquerung lasse sich verhindern, zünde Nebelgranaten. Gädechens setzt mit Blick auf Bettina Hagedorn nach: „Meiner SPD-Kollegin mangelt es nicht nur an Überzeugungskraft, sondern sie wird mittlerweile auf keiner Ebene mehr ernst genommen. Alle Zeichen – ob in Berlin oder Kopenhagen – deuten auf eine Unterstützung und die Realisierung der festen Fehmarnbeltquerung hin. Wer dies nicht erkennt, lebt auf einer anderen Welt.“

Von Hagedorn gab es gestern bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme. Im Vorfeld des Staatsbesuches hatte sie begrüßt, dass die Kanzlerin die deutsch-dänische Freundschaft im 60. Jahr der Bonn-Kopenhagener Verträge würdige. Diese gute Nachbarschaft lebe auch „ohne überflüssige Verkehrsprojekte der Gigantomanie und Ressourcenverschwendung.“ Beiden Regierungschefinnen bescheinigte Hagedorn Realitätssinn und Pragmatismus und empfahl ihnen, mindestens ein Moratorium zum Tunnelbau, beser noch „eine Vollbremsung“ zu vereinbaren.

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