zur Navigation springen

Gabi Viereck bleibt Vorsitzende im Kinderschutzbund Malente

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schnell, übersichtlich und harmonisch gestaltete sich am Mittwoch die Hauptversammlung des Malenter Ortsvereins des Deutschen Kinderschutzbundes. Nur knapp eine Stunde dauerte das Treffen, in dem die seit 2008 amtierende Vorsitzende Gabi Viereck einstimmig für weitere zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt wurde.

Zur neuen Schriftführerin wurde Lina Harfst gewählt. Dieser Posten war zuvor ein Jahr unbesetzt gewesen. Einziger Wermutstropfen: Von den 96 Mitgliedern des Ortsvereins waren nur 13 zur Versammlung gekommen. Eine Situation, die Viereck schon kennt: „Mehr werden wir heute nicht werden. Wie in den vergangenen Jahren auch schon.“  So verpassten die allermeisten Mitglieder den Rückblick auf ein überaus erfolgreiches Jahr für den Kinderschutzbund. Alleine bei der Wunschzettelaktion zu Weihnachten seien 125 Geschenke an bedürftige Kinder verteilt worden. Und auch die Auslastung der Spielstube sei zufriedenstellend, berichtete deren Leiterin Manuela Lemke. Derzeit werden dort zwölf Kinder betreut, noch vor einiger Zeit waren es nur acht. Ein Problem aber sei der Wegfall des Betreuungsgeldes in Höhe von 150 Euro, selbst wenn Eltern nur an zwei Tagen pro Woche ihre Kinder in die Spielstube brächten. „So kosten zwei Tage dann statt 80 Euro 230 Euro“, klagte Lemke.

Doch nicht nur die Spielstube, auch die weiteren Betreuungseinrichtungen des Kinderschutzbundes an den Grundschulen in Malente und Sieversdorf werden gut angenommen. In Sieversdorf wurde aufgrund der großen Elternnachfrage im vergangenen September eine Frühbetreuung in der Zeit von 7 Uhr bis 8 Uhr eingerichtet. In Malente lasse sich ein ähnlicher Bedarf feststellen, so die Leiterin der Betreuten Grundschule, Angela Olbrisch: „Wir stellen zunehmend fest, dass auch Kinder aus höheren Klassen in der Betreuung bleiben.“ Das führe aber zu Problemen: Um allen interessierten Kindern ein Mittagessen anbieten zu können, fehle der Platz. Zwar gebe es eine Schulküche, doch die muss laut Olbrisch dringend renoviert werden. Diese Aufgabe falle in die
Zuständigkeit der Gemeinde Malente.

Leise Kritik an der Gemeinde gab es auch in finanzieller Hinsicht. Zwar beträgt das Jahresguthaben des Ortsvereins rund 6500 Euro. Die Betreute Grundschule in Sieversdorf allerdings blickt auf ein Minus von 1800 Euro. Entstanden sei dies durch nicht aufgestockte Fördermittel der Gemeinde, berichtete Vorstandsmitglied Claudia Bonin.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Apr.2015 | 12:34 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen