zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 08:41 Uhr

Fußballschule mit der Raute

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der frühere Bundesligatrainer Ralf Schehr unterrichtete beim TSV Fissau 76 fußballbegeisterte Kinder

In der vergangenen Woche gastierte die HSV-Fußballschule auf dem Eutiner Waldeck. Bereits zum dritten Mal war der TSV Fissau als Partnerverein Ausrichter des Nachwuchscamps für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren. TSV-Fußballobmann Bastian Griebsch freute sich über den großen Zuspruch: „Mit insgesamt 76 Kindern waren wir wieder ausgebucht. Die Kinder hatten viel Spaß, die Bedingungen waren professionell und für uns als Trainer war es eine gute Gelegenheit, über den Tellerrand hinaus zu gucken.“

Griebsch will die Jugendarbeit beim TSV Fissau weiter verbessern. Mit einer eigenen E-, D- und C-Jugend sowie einer B-Mädchenmannschaft sind die Fissauer gut aufgestellt. „Die HSV-Fußballschule ist ein kleiner Baustein unserer Jugendarbeit als ideale Ergänzung zum Vereinstraining“, erläutert Griebsch. Geleitet wird die HSV Fußballschule von Ralf Schehr. Der diplomierte Sport- und Fußball-Lehrer, der aktuell die HSV-Frauen in der Regionalliga trainiert, war 16 Jahre lang als Verbandssportlehrer für die Aus- und Fortbildung der Trainer in Hamburg zuständig. Als der HSV 1998 aus
der Bundesliga abzusteigen drohte, übernahm Schehr als Interimstrainer die Profimannschaft und sicherte dem HSV den Klassenerhalt. Sieht man dem 60-Jährigen bei seiner Arbeit zu, spürt man sofort die große Erfahrung und die Leidenschaft für den Fußball und die Arbeit mit dem Fußballnachwuchs. Mit kurzer klarer Ansprache bringt er die Kinder dazu, sich auf die Übungen zu konzentrieren und mit Leidenschaft bei der Sache zu sein.

Unterstützt wird Schehr von mehreren Nachwuchstrainern, die frisch vom Studium kommen oder dieses gerade abgeschlossen haben. „Bei der HSV-Fußballschule geht es nicht darum, Talente zu entdecken oder zu fördern. Wir wollen den Spaß am Fußball und an gutem Training vermitteln“, verdeutlicht Schehr.

An den fünf Trainingstagen in Eutin gab es immer wieder neue Übungen, die aber alle auf dem gleichen Schema beruhten. Es wurden unterschiedliche Stationen aufgebaut, die die Kinder durchliefen. Jede Station hatte einen anderen Schwerpunkt, wie Spielverständnis, Technik, Torschuss oder Koordination. Jeden Tag wurde auch ein kleines Highlight eingebaut, so konnten die Kinder einen Fußball-Freestyler bewundern und auch das HSV-Maskottchen Dino Hermann war zu Gast.

Die Fußballschule eignet sich sowohl für Jungen und Mädchen, wobei in Fissau die Jungen klar in der Überzahl waren. „Mit Lina hatten wir in diesem Jahr nur ein Mädchen dabei“, sagte Griebsch. Die Kinder wurden vom HSV mit zwei Trikots mit Namen, Hose und Stutzen sowie verschieden Accessoires ausgestattet. Auch die Verpflegung war im Preis inbegriffen. Schehr lobte die Bedingungen am Waldeck: „Wir halten jährlich über 100 Camps ab, die Bedingungen in Eutin sind dabei immer vorbildlich.“

Mit rund 9000 Teilnehmern ist die HSV-Fußballschule die größte Fußballschule in Deutschland. Griebsch, selbst bekennender Fan des FC Schalke 04, freut sich, das für das kommende Jahr bereits ein Termin fest vereinbart werden konnte. Ab 3. August 2015 startet die vierte HSV-Fußballschule des TSV Fissau.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen