Für zwei Stunden kamen die Eutiner Festspiele auf den Markt

Publikumsliebling: Als 'General Bumm' hatte Matthias Klein das Publikum schnell im Griff; im Hintergrund Martin Karl-Wagner.
Publikumsliebling: Als "General Bumm" hatte Matthias Klein das Publikum schnell im Griff; im Hintergrund Martin Karl-Wagner.

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13. Juli 2009, 11:49 Uhr

Eutin | Es gab eine wichtige Parallele zur Premiere: So, wie die Operette "Großherzogin von Gerolstein" von Regen verschont blieb, so blieb es gestern Nachmittag beim Musik- und Unterhaltungsprogramm auf dem Markt unter dem Motto "Eutin begrüßt die Festspiele" trocken. Künstler der Oper trugen einige Kostenproben aus der Gerolstein-Operette und aus der Oper "Otello" vor, die am nächsten Sonnabend Premiere hat. Während die Eutiner Sängerin Tina Brandl durch das Programm führte, selbst einige Musical-Melodien sang und Gäste interviewte, begleiteten Musiker aus Martin Karl-Wagners "Salonquartett" und dem Ensemble "Trio Brioso" die Vokalisten.

Und die waren, wie Intendant Heinz-Dieter Sense betonte, trotz eines engen Probenkorsetts auf den Markt gekommen: "Der Chor hat heute Abend Hauptprobe für ,Otello, die von 18 bis 23 Uhr geht, und trotzdem waren die Sänger bereit, hier aufzutreten" .

Das galt auch für Solisten wie Karsten Mewes und Mark Bowman-Hester, die zusammen mit dem Chor ein Duett aus "Otello" vortrugen. Eine besonders dankbare Rolle hat Matthias Klein als "General Bumm" aus der Operette, der binnen der ersten Strophe seiner Arie zum Publikumsliebling avancierte.

Es gab auch Bekenntnisse wie das Loblieb des Sängers Ladislav Elgr (der "Fritz" aus der "Gerolstein") auf die hiesige Region: Er sei total begeistert von dieser Gegend, sein Hund sei total begeistert, er liebe das Wasser und freue sich über jede Welle, die auf ihn zukomme. Und es gab auch einen Praxistest in Form eines Barbierwettbewerbes: Der Aufsichtsrat Bernd Brandes und der WVE-Vorsitzende Klaus Hoth rasierten Luftballons um die Wette. Brandes Ballon platzte zuerst.

Klaus Hoth appellierte unterdes an die zahlreichen Zuschauer: "Jeder sollte mindestens einmal in diesem Jahr in die Oper gehen."

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