Produktionsschulen : Für Schüler mit Schulaversion

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14. September 2018, 18:21 Uhr

Rund 200 Produktionsschulen gibt es bundesweit, die – wie es bei einem bundesweiten Aktionstag im Juni hieß – von etwa 8000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen jährlich besucht werden. Es ist ein Angebot für alle Schüler, die es nicht im normalen Bildungssystem geschafft haben, viele Produktionsschüler haben eine Aversion gegen Schulunterricht, für sie ist produktives Lernen wichtig. „Wenn ein Schüler nicht weiß, was er mit dem Satz des Pythagoras anfangen soll, zeigt der Mitarbeiter ihm in die Holzwerkstatt, wieso der wichtig ist“, erläuterte Antje Hornburg vom CJD. In Malente standen 40 Plätze zur Verfügung. Dort konnten Schüler je nach Fähigkeiten in den Bereichen Küche, Hauswirtschaft, Pädagogik, Kreativität und Holz arbeiten. Die Produktionsschüler waren zwischen 16 und 25 Jahre alt. Finanziert werden Produktionsschulen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Daran geknüpft ist eine „projektbezogene“ Finanzierung, die immer nur für zwei Jahre gewährt und dann neu beantragt werden muss.

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