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Kreis Ostholstein : „Für schnelle und passgenaue Hilfe“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nach elf Jahren ist ein neuer Beratungswegweiser über die psychosozialen Hilfsangebote im Kreis Ostholstein erschienen.

Manchmal scheint das Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“ zu stimmen: Immerhin dauerte es elf Jahre, bis nun die neu gestaltete Auflage des Beratungswegweisers über die psychosozialen Hilfsangebote im Kreis Ostholstein erschien. In ihm finden Betroffene, Angehörige aber auch Helfer über 150 Anlaufstellen, um Hilfe bei Suchtproblemen, Behinderungen oder seelischen Problemen zu bekommen. Herausgegeben wird der Wegweiser, den es sowohl als gedruckte Broschüre als auch als Onlineangebot gibt, von einem aus Vertretern des Fachdienstes Gesundheit des Kreises Ostholstein, der Brücke Ostholstein, den Ostholsteinern, den Ameos Kliniken sowie der Lebenshilfe Ostholstein bestehenden Arbeitskreis.

Wenn es nach Markus Hovestadt-Schwab vom Fachdienst Gesundheit des Kreises gegangen wäre, dann hätte es seit dem ersten Beratungswegweiser nicht elf Jahre gedauert. „Die erste Auflage wurde 2003 mit den technischen Mitteln des sozialpsychiatrischen Dienstes erstellt“, schildert Hovestadt-Schwab. Eine zweite Auflage 2008 sei dann an den „Bordmitteln“ des Dienstes gescheitert.

Als der Sozialausschuss des Kreises im September 2012 dann aber von der Politik einen neuen Wegweiser forderte, wurde der Arbeitskreis gegründet. Die Erfassung der Daten sowie die technische Umsetzung übernahm nun die Brücke mit ihrem Arbeits- und Beschäftigungsprojekt „Druckwerk“.

Mit dem Ergebnis ist nicht nur Landrat Reinhard Sager zufrieden. „Ich hoffe, dass die Menschen damit nun schnelle und passgenaue Hilfe bekommen“, so Sager bei der Präsentation des Ratgebers. Doch nicht nur die Fülle der verschiedenen Angebote gefällt ihm. Auch die optische Umsetzung sagt ihm zu. Denn erstens sind die verschiedenen Schwerpunkte farblich voneinander getrennt und erleichtern auch betroffenen Personen so das Finden von passenden Ansprechpartnern. „Auch diese Art der Gestaltung ist ein Teil der Barrierefreiheit“, erklärt Dirk Wäcken, Geschäftsführer der Brücke Ostholstein. Und zweitens ist die laut Sager sonst recht trockene Materie eines Beratungsheftes gespickt mit Bildern, die von Menschen mit Handicap gemalt wurden. „Das sind teilweise beeindruckende Kunstwerke“, so Sager, der stolz darauf ist, in dem Heft eine Verbindung zwischen Wegweiser und Aufmerksamkeit für Betroffene geschaffen zu haben.

In den beinahe zwei Jahren dauernden Arbeiten an dem Beratungswegweiser hat der Arbeitskreis über 150 Hilfsangebote zusammengetragen. Und auch wenn einige Einrichtungen verschiedene Schwerpunkte betreuen und somit öfter im Ratgeber auftauchen, so seien es doch deutlich mehr Angebote als noch 2003, so Hovestadt-Schwab. „Wir haben wohl 95 Prozent der Angebote in Ostholstein abgedeckt.“ Zwei Mal im Jahr sollen die Angebote
im Internet unter www.beratungswegweiser-oh.de auf den neuesten Stand gebracht werden. Geplant sind laut Axel Freund von der Brücke Ostholstein außerdem auch ein Blogbereich mit Informationen über den Wegweiser sowie ein Gästebuch.

Der Beratungswegweiser ist in einer Auflage von 8000 Stück erschienen und soll in den kommenden Wochen an Ärzte und Hilfsorganisationen verteilt werden.

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erstellt am 06.Nov.2014 | 12:00 Uhr

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