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Auslandsaufenthalt : Für ein Semester in den Sudan

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ann-Kathrin Arefi hat ein ungewöhnliches Ziel: Sie will ihre Sprachkenntnisse im Sudan aufpolieren.

Eutin | Erst stutzig gucken, dann ungläubig die Augen aufreißen und zuletzt kopfschüttelnd fragen: „Wie, du willst in den Sudan?!“ So sieht die typische Reaktion aus, wenn Ann-Kathrin Arefi ihrem Gegenüber eröffnet, wo sie ab November ihr Auslandssemester verbringen wird. „Ich möchte fünf Monate nach Khartum, die Hauptstadt des Sudan, und dort an einer islamischen Universität Arabisch lernen“, legt die langjährige Bösdorferin ihre Pläne offen.

Seit drei Jahren belegt die 22-jährige Studentin Kurse in Islam- und Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Im Studium lernte sie Hocharabisch, die moderne Standardsprache der arabischen Welt. „Der Fokus lag auf dem Übersetzen. Nun möchte ich lernen, die Sprache aktiv anzuwenden“, berichtet Ann-Kathrin Arefi, die sich vorstellen kann, im Anschluss an ihr Studium als Dolmetscherin in der Flüchtlingshilfe tätig zu sein.

Der Auslandsaufenthalt war deshalb von Anfang an fest eingeplant. „Meine Kommilitonen gehen beispielsweise nach Jordanien, Marokko oder Ägypten“, berichtet sie.

Aber warum ausgerechnet Sudan? Mit dem Land assoziieren viele Menschen – wenn es ihnen überhaupt ein Begriff ist – Armut, Bürgerkrieg und politische Unterdrückung. „Ich wollte einmal in eine völlig fremde Kultur eintauchen“, begründet die Studentin ihre Entscheidung. Die vielen Vorbehalte, die Freunde und Familie gegen ihre Entscheidung haben, kann sie verstehen. „Man weiß hier in Europa einfach nicht viel über diese Region. Ich selbst habe auch erst durch mein Studium viele Vorurteile abbauen können“, gibt sie zu. Für den OHA wird sie an dieser Stelle regelmäßig über ihre Erfahrungen schreiben.

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erstellt am 08.Nov.2015 | 06:00 Uhr

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