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Für das „Intermar“ ist ein Investor in Sicht

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Projektentwickler Ahmad Djabbari-Hagh hat vor einigen Jahren bereits „Hängebargshorst“ gekauft

Überraschung in Sachen „Intermar“-Zwangsversteigerung: Offensichtlich hat die Hamburger Bank, die das Marathon-Verfahren für rund 40 ehemalige Hotel-Zimmer und weitere Räume am Eutiner Amtsgericht betreibt, einen Investor gefunden. Der scheint bereit zu sein, zumindest große Teile der vier unteren Etagen des zwölfstöckigen Gebäudes zu übernehmen, die von der Versteigerung betroffen sind.

Bei dem Geldgeber handelt es sich um Ahmad Djabbari-Hagh. Der in Hamburg-Winterhude lebende Projekt- und Anlagenentwickler mit iranischen Wurzeln ist in Malente kein Unbekannter. Er hatte 2011 bereits die ehemalige Reha-Klinik Hängebargshorst von der Rentenversicherung Nord erworben. Pläne, dort betreutes Wohnen für Jung und Alt zu verwirklichen, harren zwar noch einer Umsetzung, sollen nun aber planerisch vorangetrieben werden, wie Jens Wollschläger unlängst versicherte. Wollschläger ist Mitarbeiter der Holge S-Holstein, einer Firma von Djabbari-Hagh. Mit dessen Vorhaben im Intermar sei er jedoch nicht betraut, erklärte Wollschäger gestern auf OHA-Anfrage.

Tatsache ist jedoch, dass Djabbari-Hagh am Montagvormittag über einen Mittelsmann an einem Versteigerungstermin teilnahm. Für insgesamt 41  200 Euro erwarb der Geschäftsmann zwei zur Seeseite liegende Wohnungen – nicht über eine Firma, sondern als Privatmann. Damit ist er jetzt einer von insgesamt rund 160 Eigentümern der Immobilie an der Malenter Dieksee-Promenade, die 1974 als Hotel eröffnet worden war.

Rund ein Drittel aller ehemaligen Hotelzimmer sind bis jetzt in diversen Einzelterminen unter den Hammer gekommen. Bereits beim ersten Versteigerungstermin am 20. Mai hatte ein Vertreter der Gläubigerbank, der KGFBK Service-GmbH mit Sitz in Hamburg, vergeblich versucht, die Versteigerung zu stoppen, was auf Bemühungen hindeutete, ein neues Konzept für die ehemaligen Hotel-Räume zu verwirklichen. Jetzt scheint mit Djabbari-Hagh tatsächlich jemand gefunden zu sein, der in der Lage sein könnte, dies umzusetzen. Dem Vernehmen nach will der Hamburger auch die Räume erwerben, für die sich bislang niemand interessiert haben dürfte, etwa Saal, Schwimmbad oder Restaurant.

Vorerst wird es mit den Terminen am Amtsgericht allerdings weitergehen. Bereits heute um 9 Uhr stehen zwei weitere Hotel-Zimmer zur Versteigerung an. Bevor die bereits terminierten Verfahren ausgesetzt werden können, muss die Gläubigerbank erst die Gemeinde Malente abfinden. Diese will ihre Forderungen aus der Grundsteuer beglichen haben. Danach könnte das Amtsgericht alle verbliebenen Einheiten bei einem einzigen Termin versteigern – bei diesem dürfte Djabbari-Hagh dann der einzige chancenreiche Bieter sein.

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erstellt am 02.Dez.2015 | 00:33 Uhr

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