Frühe Einbindung ist der richtiger Weg

Kreis zieht positives Resümee der Regionalkonferenz zur Stromtrassenplanung

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07. Februar 2012, 08:38 Uhr

Plön | Der geplante Hochspannungsnetzausbau im Kreisgebiet stand im Mittelpunkt einer Regionalkonferenz des Kreises Plön in Preetz. Knapp 250 Interessierte folgten der Einladung - darunter auch viele Kommunalpolitiker. In einer Podiumsdiskussion wurden zunächst die energiepolitischen Ziele des Landes und die ersten Planungsansätze durch Vertreter des Netzbetreibers "Tennet" vorgestellt.

Doch auch die Meinungen des Naturschutzes und der Landwirtschaft wurden für den möglichen Verlauf der Höchstspannungstrassen berücksichtigt. Landrätin Stephanie Ladwig zog daher für den Kreis Plön gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Abfallwirtschaft, Hans-Herbert Pohl (CDU), ein durchweg positives Fazit der Regionalkonferenz.

"Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass neben der Vorstellung der Planungen auch Konfliktpotential durch die möglichen Trassenverläufe angesprochen werden und die Bürger zudem frühzeitig in die verschiedenen Betrachtungsweisen eingebunden werden." Diese neue Form der vorgezogenen Bürgerbeteiligung habe sich eindeutig bewährt.

Es sei deutlich geworden, dass es viele Fragen und Anregungen zu den jeweiligen Trassenkorridoren aus den Regionen gibt. Insbesondere die Fragen zu einer möglichen Erd- oder Seekabelverlegung als Alternative zu den großen Freileitungen oder zur Gefährdung von Zug- und Rastvögeln zeugen teilweise noch von großen Bedenken gegen die Trassen. Hans-Herbert Pohl ergänzte: "Die wirtschaftliche Notwendigkeit der Verlegung von neuen Höchstspannungstrassen ist unbestritten und wurde auch im Rahmen der Konferenz nicht angezweifelt." Deutlich sei geworden, dass es gerade in einem vom Tourismus und Naturschutz geprägten Flächenkreis viele Aspekte zu berücksichtigen gelte, die eine besonders sensible Planung erforderten.

Die Betreiber und das Planungsbüro werden alle auf der Regionalkonferenz geäußerten Anregungen und Hinweise frühzeitig in die Planungen einfließen lassen können, um im späteren Verfahren, das für den Bereich Ostküste erst nach 2015 konkret wird, Zeit zu sparen, ohne jedoch die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger im Rahmen des förmlichen Verfahrens abzuschneiden. Ladwig und Pohl kündigten an, dass es im Kreis noch weitere Info-Veranstaltungen zum Verlauf der Höchstspannungsleitungen mit regionalen Schwerpunkten geben wird.

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