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Schönwalde : Frischzellenkur für Hiller-Schule

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schulverband Bungsberg begutachtet Ergebnisse von Investitionen und beschließt höhere Elternbeiträge. Für die Sporthalle ist ein neuer Boden geplant.

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2015 | 16:46 Uhr

Schönwalde | Auf einem Schulrundgang präsentierte Rektorin Doris Jürs den Mitgliedern der Schulverbandsversammlung der Friedrich-Hiller-Schule in Schönwalde zu Beginn der Sitzung die sichtbaren Ergebnisse der Investitionen des Jahres. Die Schul-Toiletten wurden saniert, die Eingangshalle in freundlichen Farben gestrichen und die erste Klasse mit neuen Möbeln ausgestattet, die an die Körpergröße der Kinder angepasst werden können. Jürs dankte dem Schulverband für die Bereitstellung der Gelder, die nach ihrer Auffassung zu den positiven Schülerzahlen beitrügen. „Es macht Lehrern und Schüler Spaß, in diese Schule zu kommen.“

172 Kinder besuchen derzeit die Grundschule, deren zwei erste Klassen inzwischen auf je 29 Kinder angewachsen sind. Bei den Anmeldungen für das kommende Schuljahr sei ein großer Zulauf auch aus Gemeinden außerhalb des Schulverbandes zu beobachten, sagte Jürs.

Die Kita aus Hasselburg strebt eine Kooperation an. 2016 will der Schulverband weiter in standortsichernde Maßnahmen investieren. Für den Austausch des Schwingbodens der Sporthalle, der noch aus dem Baujahr 1974 stammt und bereits Schäden aufweist, sind nach ersten Schätzungen 71  000 Euro anzusetzen. Die Vertreter der Gemeinden Kasseedorf und Schönwalde hoffen dabei auf eine Förderung von 40 Prozent aus Mitteln des Bundes zur Sanierung von Sportstätten. Die Haushalte der Verbandsgemeinden sollen nicht durch erhöhte Umlagen belastet werden, da sowohl die Sanierung der Toiletten als auch der Sporthalle als Investition aus Rücklagen bestritten werden. Die Umrüstung der Schule auf sparsame LED-Beleuchtung wurde einstimmig abgelehnt. Die Investition von 189  000 Euro hätte sich selbst bei der prognostizierten Energieersparnis von 50 Prozent erst nach 20 bis 25 Jahren amortisiert.

Über die Anhebung der Beiträge für die Offene Ganztagsschule wurde in der Versammlung lange diskutiert. Die jüngste Erhöhung der Elternbeiträge wurde vor einem Jahr mit der Maßgabe einer erneuten Beratung beschlossen. Martin Boesmann (CDU) hatte als erster konkrete Zahlen genannt und für eine zweistufige Preiserhöhung zum Januar und August 2016 plädiert. Am Ende wären für täglich zwei Stunden Betreuung 40 Euro pro Monat und 60 Euro für vier Stunden zu entrichten gewesen. Der Kasseedorfer begründete seinen Vorstoß mit der desolaten Finanzsituation der Gemeinde. Kasseedorfs Bürgermeisterin Regina Voß (SPD) empfand zehn Euro mehr im Monat als angemessen und traf damit auf breite Zustimmung. Auch die anwesenden Elternvertreter lehnten eine Verdoppelung der Kosten ab. Bärbel Seehusen (SPD) sprach von „einer wirklichen Leistung für die Eltern, die die Gemeinden durch die Offene Ganztagsschule erbringen“. Eine angemessene Beteiligung der Eltern sei jedoch unverzichtbar.

Neben der monatlichen Erhöhung von zehn Euro beschloss die Versammlung die Einführung eines Wochenbeitrages für Kinder der OGS für die Ferienbetreuung von ebenfalls zehn Euro sowie die Anhebung des Gastbeitrages für die Ferienbetreuung von zehn auf 25 Euro wöchentlich. Martin Boesmann stellte keinen weitergehenden Antrag und stimmte gegen den von Verbandsvorsteherin Angela Hüttmann (SPD) formulierten Vorschlag.


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