Frischzellenkur für 140 Kilometer

Die Kreise Ostholstein und Plön profitieren bis 2022 vom Sanierungsprogramm für Landesstraßen im Norden

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29. Oktober 2018, 11:33 Uhr

Noch mehr Baustellen in der Region – oder positiv ausgedrückt: Frischzellenkur für die maroden Landesstraßen in den Kreisen Plön und Ostholstein. Denn aktuell sind über 950 Kilometer Landesstraßen im Norden dringend sanierungsbedürftig, rund 900 Kilometer davon sollen in den kommenden vier Jahren wieder flottgemacht werden – möglich soll das die Sanierungsoffensive für das 3541 Kilometer umfassende Landesstraßennetz in Schleswig-Holstein machen. Dafür stellt die Landesregierung bis 2022 rund 360 Millionen Euro zur Verfügung. Mehr als 100 Kilometer werden in Ostholstein, fast 36 Kilometer im Kreis Plön in den kommenden drei Jahren saniert. Zu den größten Einzelvorhaben zählt unter anderem die L 57 zwischen Eutin und Schönwalde. Die Bauarbeiten für den 14,1 Kilometer langen Abschnitt sollen bereits 2019 starten.

„Seit langem wurden nicht mehr so viele Landesstraßen in so kurzer Zeit im Land, aber insbesondere auch hier bei uns vor Ort saniert“, sagte der Preetzer CDU-Landtagsabgeordnete Tim Brockmann. Mit den Haushalten für 2018 und die Folgejahre werde man nun „den jahrzehntelangen Sanierungsstau endlich in den Griff bekommen“, so Brockmann.

„Es ist schon lange her, dass Landesstraßen in meinen Wahlkreis saniert worden sind, aber jetzt geht es endlich los“, freute sich der Ostholsteiner CDU-Landtagsabgeordnete Peer Knöfler. Er verwies darauf, dass die CDU im Landtagswahlkampf im vergangenen Jahr offensiv die Forderung „Straßen bauen“ plakatiert habe. Dieses Wahlversprechen setze die Jamaika-Koalition jetzt um. „Zu Oppositionszeiten der CDU wurde mit einer Schlaglochkampagne die Verrottung der Straßeninfrastruktur in Schleswig-Holstein angeprangert“, so Knöfler.

CDU-Landtagsabgeordneter Werner Kalinka (Wahlkreis Plön-Nord) dämpfte allzu große Euphorie: „Mit diesem Vier-Jahres-Programm können noch nicht alle Wünsche erfüllt werden, aber es sind wichtige Strecken festgelegt, bei denen jetzt schon sicher ist, dass sie wieder in einen guten Zustand kommen“, sagte Kalinka. Leider seien in den vergangenen Jahren nicht genug Mittel für die Infrastruktur zur Verfügung gestellt worden, so Kalinka.

Aktuell laufen bereits Straßensanierungen – so unter anderem auf Fehmarn (3. Teilabschnitt zwischen Blieschendorf und Burg) sowie ein 5,2 Kilometer langer Abschnitt der L 56-B 76 bei Malente (Kosten: 2,1 Millionen Euro). In diesem Jahr sollen weiterhin ein 7,7 Kilometer langer Teil der L 67 Depenau (A 21)-Ascheberg (1,7 Millionen Euro) und drei Kilometer der L 176 Steindamm-Quisdorf (260 000 Euro) fertig werden.

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