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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 01:06 Uhr

EUTIN : Frische Ausblicke im Seepark

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Großes Interesse an Baustellenführung der LGS-Planer. Beifall gab es für ein familienbetontes Nutzungskonzept, Kritik an der Zugangsbeschränkung.

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2015 | 04:00 Uhr

Regengeprassel, Blitz und Donner waren gestern keine Hinderungsgründe für rund 150 Interessierte, der Einladung der LGS GmbH zu einer 90-minütigen Baustellenführung im Seepark zu folgen. Am Ende der in zwei Gruppen aufgeteilten Touren ertönte laut Beifall. „Es ist gewaltig, was hier geleistet wird“, zollte auch Walter Grammerstorf, als Stadtführer ein Experte für Eutins Entwicklung, dem erneuerten Seepark Anerkennung.

LGS-Geschäftsführer Martin Klehs äußerte sich zur Begrüßung erfreut über die große Zahl der Teilnehmer, die am Heinrich-Lüth-Weg auf Einlass in den durch Bauzäune abgesperrten Parkbereich warteten. Nach den kritischen Diskussionen über die Baumfällungen im Winter und den seit Mitte April eingeschränkten Zugang wolle das Landesgartenschau-Unternehmen zeigen, was sich schon alles getan habe und wie der Seepark 2016 aussehen werde.

Ausführliche Erläuterungen dazu gaben der LGS-Mitarbeiter Christian Kramer und Ralf Johanning, Bauleiter des für die Landesgartenschau federführenden Planungsbüros A 24. Kramer stellte in den Vordergrund, dass der 80 Jahre alte Seepark nicht völlig umgemodelt werde. So blieben markante Bäume und ein Erlenbruch am Ufer ebenso erhalten wie der große Rhododendron-Hain. Aber durch ergänzende Pflanzungen und klar konturierte, neu befestigte Wege würden frische Akzente gesetzt. Wesentlich seien dabei die teilweise auch durch Stege betonten Ausblicke auf See und historische Bauten.

Als Alternative zum beschaulichen, unter Denkmalschutz stehenden Landschaftsgarten am Schloss wird der städtische Seepark jetzt besonders attraktiv für junge Menschen und Familien konzipiert. So werde es nahe dem Heinrich-Lüth-Weg mit Rücksicht auf die Anlieger weniger geräuschhafte Spielangebote geben, sagte Kramer. Mit Blick aufs Freibad hingegen sollen freie Aktionsflächen für Sport und Spiel geschaffen werden, Liegewiese inbegriffen. „Das finde ich richtig gut“,dachte Jürgen Estorff an den Nachwuchs. Zur Landesgartenschau werde man dort zudem Strandkörbe und eine Bar aufstellen. „Das wird sicher ein Highlight“, so Kramer.

Während der Tour hatte der Landschaftsplaner aber auch etliche Einwendungen zu beantworten. So wurde kritisiert, dass der Seepark schon gesperrt worden sei, lange bevor mit dem Wegebau begonnen worden sei. Dem hielt Kramer entgegen, dass generell Sicherheit Vorrang habe und zuvor beispielsweise Stubbenrodungen und Drainagearbeiten erfolgt seien.

Die Sperrungen auch am Rosengarten dienten zudem dem Schutz der neuen Anlagen, die sich dann taufrisch zur Landesgartenschau präsentieren und auch für viele einen Überraschungseffekt haben sollten. Nachdrücklich verteidigte er auch das Vorhaben, den Seepark bis Oktober 2016 nur mit einem LGS-Ticket zugänglich zu machen. Dies gehöre zum Finanzierungsplan. Neu zu hören war, dass es für Schüler aus Richtung Fissau am Haus des Gastes einen besonderen Ausgang geben soll.

Apropos Haus des Gastes: Das wird laut Kramer bei der Landesgartenschau als Lager dienen, in unmittelbarer Nähe werde ein Glaspavillon Gastronomie bieten. Auf die Frage, ob die neuen Wege breit und fest genug für Radverkehr seien, verwies Kramer auf die politische Entscheidung, nur den Hauptweg zum Seglerverein zu asphaltieren, die anderen wassergebunden anzulegen. Der sumpfige Untergrund sei eine Herausforderung.

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