Friedrich-Hiller-Schule in Schönwalde will digital werden

Schulverband Bungsberg rüstet sich für den „Digitalpakt Schule“

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30. November 2018, 10:53 Uhr

Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten, und auch eine Grundschule muss nach neuester Verordnung des Kultusministeriums seinen Schüler seit diesem Schuljahr Mediengrundkompetenz vermitteln. Somit entschied die Schulverbandsversammlung einstimmig für die Friedrich-Hiller-Schule erste Grundvoraussetzungen zu schaffen, um auf eine Teilhabe an den Fördermitteln aus dem „Digitalpakt Schule“ vorbereitet zu sein.

Schulverbandsvorsteherin Angela Hüttmann hatte bereits im September an einer Tagung teilgenommen, auf der das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein (IQSH) einen Ausblick auf das damals noch nicht beschlossene Förderprogramm gab. Auch mit Unterstützung des IQSH soll nun eine technische Bestandsaufnahme erfolgen sowie ein Medienentwicklungsplan und ein Konzept zur Sicherstellung von Wartung und IT-Support erstellt werden. Ersten Befürchtungen die Grundschüler sollten zukünftig nur noch mit Tablet-PCs hantieren trat Hüttmann mit einer Liste der wichtigsten Schritte entgegen.

In Abstimmung mit Schulleiterin Doris Jürs wolle man neben dem bereits beauftragten Glasfaseranschluss zunächst für eine digitale Anbindung des Verwaltungstraktes sorgen. Schulverwaltung sowie Schulleitung und deren Stellvertretung sollen mit PC beziehungsweise Tablet-PC ausgestattet werden. Über den bereits vorhandenen PC-Raum mit 16 Rechnern hinaus soll die Versorgung der gesamten Unterrichtsräume mit W-Lan sichergestellt und je Klasse ein PC vorgehalten werden. Perspektivisch soll so der punktuelle Einsatz von mobilen Endgeräten für Schüler oder auch Whiteboards möglich sein. Dieser letzte Schritt sei aber bislang nicht vorgesehen, teilte Hüttmann mit. Allein die Schaffung der Infrastruktur, die auch Förderschwerpunkt sein soll, sei in dem Stahlbetonbau der 70er Jahre bereits ein Herausforderung. Auch seien bereits erprobte flexible Lösungen zur Ausstattung der Schüler aufgrund der baulichen Situation nicht ohne weiteres auf Schönwalde übertragbar. Das Pädagogische Konzept sehe den Einsatz von PCs bisher nur in den vierten Klassen vor. In den übrigen Klassenstufen werden nur punktuell und zur Recherche im Rahmen des Unterrichts auf digitale Medien zurückgegriffen. Daran solle sich auch zukünftig nicht ändern. Allerdings sei dazu bislang immer der Wechsel von einigen Schülern in den PC-Raum samt Beaufsichtigung notwendig. Hier erhofft sich das Lehrerkollegium durch flächendeckendes W-Lan eine Verbesserung der Situation.

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